Erster Lokalaugenschein von Haider und Illy im gemeinsamen Brüssel-Haus

LH Haider: Kärnten und Friaul-Julisch Venetien sind die treibenden Kräfte bei der regionalen Zusammenarbeit

Klagenfurt/Brüssel (LPD) - Kärnten und die Region Friaul-Julisch Venetien werden künftig unter einem gemeinsamen Dach in der EU-Hauptstadt Brüssel vertreten sein. Landeshauptmann Jörg Haider und Präsident Riccardo Illy unternahmen heute, Mittwoch, einen ersten Lokalaugenschein im gemeinsamen Brüssel-Haus, um sich ein Bild vom Stand der Adaptierungsarbeiten zu machen und letzte Details zu klären.

Die Regionen Friaul und Kärnten seien die treibenden Kräfte in der regionalen Zusammenarbeit mit dem Veneto, Slowenien und Istrien, das gemeinsame Haus sei ein Bekenntnis zu dieser engen Zusammenarbeit, sagte LH Haider. Präsident Illy meinte, der Einzug unter ein gemeinsames Dach sei ein guter Start für den langen Weg der Schaffung einer Euregio und ein Symbol für das Bemühen zur Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, wie Gesundheits- und Verkehrspolitik, Forschung und Kultur. Gerade für jene Österreichischen Bundesländer, die wie Kärnten über eine sehr stark international ausgerichtete Wirtschaft verfügen, wäre gezieltes Lobbying sehr wichtig, meinte Haider. Diese bisher bereits sehr erfolgreichen Bemühungen zur Durchsetzung der regionalen Interessen könnten nun noch effizienter betrieben werden. Auch die Brüsseler Repräsentanz der Hypo Alpe-Adria-Bank werde Räumlichkeiten im gemeinsamen Haus beziehen.

Das von Martina Rattinger geleitete Verbindungsbüro Kärnten steht Kärntner Bürgern, Unternehmen und Institutionen als unbürokratische Anlaufstelle bzw. Drehscheibe zwischen Kärnten und der EU zur Verfügung. Das neue Haus, das auf einer Fläche von 250 Quadratmetern das Verbindungsbüro beherbergen wird, befindet sich direkt im EU-Viertel der belgischen Hauptstadt, in Gehweite zu den wichtigsten Institutionen der Europäischen Union. Kärnten ist Hauptmieter in dem von Friaul-Julisch Venetien angekauften Gebäude. Der Landeshauptmann betonte, dass Kärnten mit dieser Lösung eine sehr kostengünstige Variante gewählt habe. Die Miete sei etwa so hoch, wie in der bisherigen Vertretung, obwohl das Mietniveau in der Zwischenzeit stark gestiegen sei.

Wie Präsident Illy mitteilte, befindet sich Friaul auch bereits in intensiven Verhandlungen mit Istrien. Ziel sei es, Istrien ebenso wie Rijeka sobald als möglich in die Hausgemeinschaft aufzunehmen, entsprechende Räume seien bereits reserviert. Slowenien sei weiterhin Wunschpartner sowohl von Friaul als auch Kärnten, jedoch fehle -aufgrund einer noch nicht geschaffenen föderalen Struktur - der Kooperationspartner in Form von Regionen, so Haider.

(S E R V I C E: Zu dieser Aussendung ist ein O-Ton als Audiofile unter www.ktn.gv.at verfügbar.)
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