Bösch: Übereilte Wehrdienstzeitverkürzung gefährdet Sicherheit Österreichs

FPÖ-Wehrsprecher verlangt seriöses Vorgehen in der Bundesheerreform

Wien, 2004-11-17 (fpd) - Gemäß öffentlicher Ankündigung des Bundeskanzlers und des Bundesministers für Landesverteidigung werden ab 2006 Grundwehrdiener nur mehr für die Dauer von 6 Monaten einberufen. Nach Ansicht des Klubobmann-Stellvertreters und Wehrsprechers der FPÖ, Dr. Reinhard E. Bösch, gefährdet ein übereiltes Vorgehen die Sicherheit Österreichs. Auf Grund der Verkürzung der Wehrdienstzeit auf sechs Monate, sei nämlich, so Bösch in seiner heutigen Rede im Nationalrat, zum einen der Heimatschutz und zum anderen der Assistenzeinsatz an der österreichischen Staatsgrenze nicht mehr ausreichend durchführbar. ****

Bösch: "Die ÖVP soll sich an das Ergebnispapier der Bundesheerreformkommission halten, in welchem klar steht: ´...Die Bundesheerreformkommission geht davon aus, daß die Verkürzung des Wehrdienstes aus heutiger Sicht nach Wegfall des Assistenzeinsatzes an der Staatsgrenze, frühestens jedoch 2007 erfolgen kann, sofern bereits die erforderlichen Maßnahmen im Hinblick auf die Umsetzung der Heeresreform wirken.`"

Abgesehen davon ist Bösch der Ansicht, daß die Verkürzung dem Hauptziel der Reform widerspreche, denn dies sei der Umstieg von einer Mobilmachungs- zu einer Präsenzarmee. Somit könne sich nämlich das System Bundesheer mit seiner Hauptenergie nur noch auf die Ausbildung und nicht mehr auf den Einsatz und dessen Vorbereitung konzentrieren.

Abschließend forderte Bösch die ÖVP auf, nicht durch vorzeitige populistische Schritte die Sicherheit Österreichs zu gefährden und derart wichtige Maßnahmen erst nach einer ausreichend öffentlich geführten Debatte im Rahmen eines vernünftigen Gesamtpakets durchzuführen. (Schluß)

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