Binder bekräftigt Forderung nach Vaterschaftsmonat Schönpass kritisiert schrittweise Privatisierung der Kinderbetreuung

Wien (SK) "Kinder brauchen ihre Väter, Frauen brauchen eine Entlastung und die Gesellschaft braucht stabile, sichere und harmonische Familien", sagte SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder am Mittwoch im Nationalrat. Binder kritisierte, dass der Großteil der Mittel, die für Familien zur Verfügung gestellt werden, aus dem FLAF kommen, der seit 2003 defizitär sei, und obwohl die Mittel gestiegen seien, stelle sich die Frage der Verteilung. Binder forderte außerdem den "Vaterschutzmonat". ****

SPÖ-Abgeordnete Rosemarie Schönpass bemängelte, dass für die allgemeine Seniorenförderung trotz erhöhter Budgetmittel keine neuen Projekte und Maßnahmen vorhanden seien. Schönpass kritisierte, dass die 700.000 Euro, die 2005 für Pilotprojekte - Kinderbetreuung an die flexiblen Arbeitszeiten der Eltern anzupassen - nur für private Träger gelten sollen. "Warum erhalten nur Private Förderungen für Pilotprojekte und Gemeinden nicht? Ist das der Schritt in Richtung Privatisierung der Kinderbetreuung, die sich nur wenige werden leisten können, unter dem Motto Frauen zurück an den Herd?", fragte Schönpass.

"Der größte Träger der Kinderbetreuungsplätze sind die Gemeinden, sie werden sie auch bleiben; diese werden jedoch von dieser sinnvollen Maßnahme ausgeschlossen", zeigte Schönpass auf. An den Kinderbetreuungsplätzen werde kein Weg vorbei führen, wenn man die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nehmen wolle, sagte die SPÖ-Abgeordnete. Durch die "Aushungerungspolitik" der Bundesregierung hätten die Gemeinden ihren Anteil an Sparmaßnahmen bereits überfüllt, so Schönpass abschließend. (Schluss) sk

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