Transporteure bei Bundespräsident Fischer

Informelle Aussprache über aktuelle Fragen

Wien (PWK826) - Bundespräsident Heinz Fischer empfing Dienstag Abend Repräsentanten des heimischen Güterbeförderungsgewerbes zu einer informellen Aussprache in der Hofburg. Die Branchenvertreter informierten das Staatsoberhaupt über die aktuelle, schwierige Lage der Transportwirtschaft. Der Abordnung gehörten der Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Adolf Moser, sein Stellvertreter Nikolaus Glisic (OÖ), das Mitglied des Fachverbandsausschusses, Heinz Schierhuber (NÖ), und Fachverbandsgeschäftsführer Rudolf Bauer an.

Wie Moser eingangs hervorhob, war dies der erste Besuch von Vertretern des Transportgewerbes bei einem amtierenden Bundespräsidenten. Die österreichischen Transporteure, so Moser weiter in seinem Bericht an das Staatsoberhaupt, zählen zu den Verlierern der EU-Erweiterung. Die Liberalisierung des Straßengüterverkehrs hat in Teilmärkten zu massiven Einbrüchen geführt, die bis zu 30 Prozent des Umsatzes erreichen. Die ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Stichwort: die mit Abstand höchste Kraftfahrzeugsteuer in Europa) haben die heimischen Transporteure , so Moser, um ihren bisherigen Spitzenplatz in Europa gebracht. Noch vor wenigen Jahren leisteten die Transporteure einen Beitrag zur Zahlungsbilanz in Höhe von rund zwei Milliarden Euro, der großteils auf ausländischer Infrastruktur erwirtschaftet wurde..

Die österreichischen Transporteure haben in den letzten 15 Jahren rund 7.300 Millionen Euro in umweltfreundliche Fahrzeuge und sonstige Umweltmaßnahmen investiert. Leistungen, die sich - wie auch Bundespräsident Fischer bedauerte - noch nicht in einer entsprechenden Imageverbesserung der Branche niedergeschlagen haben.

Die Einführung der Lkw-Maut hat, wie Obmann Moser sagte, zu neuen Belastungen geführt. Bei allen Betrieben wurden massive Eingriffe in die innerbetriebliche Organisation, beim Personal und in der Schulung notwendig. Dazu kommt ein zusätzlicher Finanzaufwand, da die Transporteure letztlich als Inkassanten der Maut für die öffentliche Hand herhalten müssen.

Zur Erinnerung an den Besuch überreichte Obmann Moser dem Bundespräsidenten ein Bild des Stockerauer Künstlers, das die winterliche Alpenüberquerung eines Säumers in früherer Zeit darstellt. "Dank der Transportwirtschaft hat sich hier im Interesse aller unglaublich viel verbessert. Das sollte man nie aus den Augen verlieren", kommentierte Moser. (hp)

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