Weninger: Flughafen-Debatte nicht überspannen

Lösung kann nur im Konsens gefunden werden

St. Pölten (SPI) - Warnend greift nun Mödlings SPÖ-Bezirksvorsitzender LAbg. Hannes Weninger in die Fluglärm-Diskussion ein. "Eine Lösung der Überflugproblematik kann nur im Konsens zwischen der Region und der Flughafen Wien AG gefunden werden", mahnt Weninger eine Versachlichung der Debatte ein. "Wer den Standort Schwechat grundsätzlich in Frage stellt, gefährdet eines der wichtigsten und zukunftsorientiertesten Unternehmen der gesamten Ostregion." Vorschläge zur Verlegung des Flughafens nach Ungarn bezeichnet Weninger als "regional- und wirtschaftspolitischen Schwachsinn".****

"Der Flughafen Wien-Schwechat ist mit derzeit 13.000 Beschäftigen der größte Arbeitgeber der Region. Zu den rund 2.600 direkt bei der Flughafen AG beschäftigten MitarbeiterInnen kommen 200 Unternehmen -Fluglinien, Frächter, Spediteure, Dienstleistungsunternehmen, Einzelhandel, Gastronomie u.v.m. - am Standort und weitere Zulieferer aus dem näheren und weiteren Umfeld", zeigt Weninger die zweite Seite der Medaille auf, die seiner Meinung nach in den letzten Wochen zu wenig mitbedacht wurde. Vorschläge, wie den der Wiener FPÖ, statt Schwechat einen Zentralflughafen für Österreich, Ungarn und die Slowakei in Ungarn neu zu bauen, kann Weninger nichts Positives abgewinnen. "Eine Absiedelung des Flughafens hätte dramatische Auswirkungen für die gesamte Wirtschaft in der Ostregion. Für eine Diskussion, die derartige Ausmaße annimmt, ist die SPÖ nicht zu haben", so Weninger.

Die Sorgen zahlreicher BürgerInnen in den Bezirken rund um den Flughafen nimmt die SPÖ sehr ernst. "Immerhin sind wir die einzigen, die eine Forderung nach Reduktion der Lärmbelastung bereits im Wahlprogramm für die Landtagswahlen gehabt haben. Ziel der aktuellen Verhandlungen kann es aber nicht sein, die Flugrouten von der eigenen in die Nachbargemeinde zu verschieben. Effizientere Abstimmungen und neue Flugrouten sind ebenso in Diskussion, wie eine möglichst gerechte Verteilung der Belastungen", ist Weninger optimistisch. Das Bundesland Niederösterreich - das mit 20 Prozent am Flughafen beteiligt ist - darf die betroffenen Bürgermeister bei den Verhandlungen nicht in Stich lassen. Eine im Sommer von der SPÖ im Landtag eingebrachte Resolution für eine "Sinnvolle Nachtflugregelung für den Flughafen Wien-Schwechat" fand die Zustimmung von SPÖ, FPÖ und Grünen, wurde aber mit den Stimmen der absoluten ÖVP-Mehrheit abgelehnt.
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