ARBÖ Wien: Kein Lkw-Fahrverbot in Bezirken

Kreativere Lösungen gegen Verkehr gefragt

Wien (OTS) - Als "nicht zweckmäßig und auch nicht konsumentenfreundlich" bezeichnet der ARBÖ Wien in einer Stellungnahme das von der Bezirksvertretung des 9. Bezirkes geforderte generelle Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Zwar müsse der Schwerverkehr, wo immer es geht, von der Straße auf Schiene und andere Verkehrsträger gebracht werden, dafür seien aber "kreativere Lösungsansätze statt simpler Verbote" gefragt.

Kein Lkw würde aus purer Freude in die engen Gassen der Wiener innerstädtischen Bezirke fahren, meint man beim ARBÖ Wien. Es handle sich vielmehr durchwegs um Wirtschaftsverkehr, der auch für die Konsumenten und Konsumentinnen das breite Warenangebot in entsprechender Frische und Qualität bringe, oder der - wie die Zubringer zum Franz-Josefs-Bahnhof - Post- oder Paketdistribution durchführe. "Dieser Lieferverkehr an Ausnahmebewilligungen zu koppeln, wäre eine ziemliche bürokratische Schikane, die nicht im Sinne einer modernen Stadtverwaltung sein kann", sagt dazu ARBÖ-Wien-Präsident Dr. Rudolf Ertl. Das Lkw-Verbot würde außerdem weiter die Aufsplittung der Transporte auf viele Klein-Lkw bis 3,5 Tonnen bringen. "Ob eine Flotte von Klein-Lkws mehr Freude im Stadtverkehr macht, als ein dickerer Brummer, ist zu bezweifeln", gibt sich ARBÖ-Wien-Präsident Ertl skeptisch.

Der ARBÖ Wien bekennt sich zu Mobilität in der Stadt als eine wirtschaftliche und kulturelle Überlebensfrage. In der Diskussion um den Liefer- und Schwerverkehr sollten daher kreative Lösungsansätze erprobt werden. Dazu gehört etwa der Einsatz von Logistik-Gemeinschaften zur Belieferung von Stadtbezirken, die Renaissance der Straßenbahn als Gütertransportmittel während der Nachtstunden, bis hin zu einer Förderung umweltfreundlicher Stadtbetriebe, die ihren Lieferverkehr durch Rationalisierung einschränken.
"Bei all diesen Maßnahmen sind wir als ARBÖ gerne bereit, mitzuarbeiten. Eine reine Verbotslinie werden wir im Interesse der Konsumenten, aber auch der Wirtschaft sicher nicht unterstützen", erklärte der ARBÖ-Wien-Präsident.

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