Eder: "Leute sparen aus Zukunftsangst"

Wien (SK) "Ich habe den Eindruck, dass Minister Bartenstein
zu wenig auf die Menschen in unserem Land hört, denn die Realität ist so, dass sehr viel gespart wird, und zwar nicht, weil die Leute soviel Einkommen haben, sondern weil sie Zukunftsangst haben", so SPÖ-Infrastruktursprecher Kurt Eder am Dienstag im Nationalrat, der in diesem Zusammenhang das bedeutende Nachlassen der Inlandsnachfrage erwähnte. Beim Vergleich mit der internationalen Arbeitslosenstatistik müsse man gleiches mit gleichem vergleichen, denn in Österreichs Arbeitslosenstatistik seien Menschen, die sich in Schulungen oder in Frühpension befinden, nicht enthalten, zeigte Eder auf.****

Wenn man sich über die höchste Beschäftigung freue, müsse man sehen, dass "Arbeitsplatz nicht gleich Arbeitsplatz" ist, so Eder. Er verwies auf die vielen Menschen, besonders Frauen, die Teilzeit arbeiten. "Trotz Beschäftigung gibt es Armut, trotz Beschäftigung können viele Menschen ihre Mieten und Energiekosten oft nicht bezahlen", betonte Eder. Er erinnerte an die Ankündigung, dass mit der Deregulierung und dem freien Markt alles billiger werden würde:
"Die Preise wurden nicht gesenkt, wir haben heute höhere Preise, es wurden sogar Steuern auf Energie aufgeschlagen, so dass sich arme Haushalte nicht einmal mehr das Heizen im Winter leisten können", sagte Eder. So "rosig" schaue es nicht aus mit der Wirtschaftspolitik in unserem Land, schloss Eder. (Schluss) sk

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