ÖH Uni Wien: Gehrer lügt!

Gespräche mit den Universitätsvertretungen haben nie stattgefunden.

Wien (OTS) - In der heute ausgeschickten Presseaussendung (siehe auch 0TS0138) des ÖVP Parlamentsklubs gibt Bundesministerin Gehrer vor, mit sämtlichen Vorsitzenden der Universitätsvertretungen Gespräche zur geplanten HSG-Novellierung geführt zu haben.
"Das ist eine glatte Lüge! Weder ich, noch meine Kolleginnen haben jemals eine Einladung zu den besagten Gesprächen erhalten", stellt Maria Lettner vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien verärgert fest. "Ich kann nicht glauben, dass die Ministerin unter Vorspiegelung falscher Tatsachen versucht, die Öffentlichkeit von ihren Plänen zu überzeugen."

Mit dem Argument, Rücksprache mit den StudierendenvertreterInnen der Universitäten gehalten zu haben verschleiert Gehrer die Tatsache, dass auch viele HochschülerInnenschaften vor Ort gegen die geplanten Gesetzesänderungen sind. "Dass Universitätsvertretungen durch das neue 'ÖH-Gesetz' in keinster Weise gestärkt werden, liegt auf der Hand! Unsere Mitbestimmung wird noch mehr beschnitten, als es das Universitätsgesetz 02 vorsieht, wodurch auch die Universitätsvertretungen mundtot gemacht werden", äußerst sich Lettner. Ein weiterer Kritikpunkt der Studierendenvertreterin ist die unkoordinierte und ineffiziente Arbeitsverteilung, die auf die UniversitätsvertreterInnen zukäme. "In Zukunft würden 21 Unis parallel an Informationsmaterialien für die Studierenden arbeiten, was die einzelnen UVen in ihrer täglichen Arbeit mit den Studierenden behindert, den Informationsfluss zu den Studierenden gefährdet und obendrein eine unglaubliche finanzielle Belastung darstellt", so Lettner.
Weiters erklärt die StudentInnenvertreterin, dass die Universitätsvertretungen von Innsbruck, Graz und Wien einen Teil ihrer Vermögens an die Vertretungen der ausgegliederten Medizin Universitäten abgeben müssten und somit de facto noch weniger Geld zur Verfügung hätten als bis dato.

"Aufgeben werden wir trotz alle dem nicht! Eine Ministerin, die ihr Schweigen durch eine Lüge verstecken will, darf nicht über die Zukunft unsere Bildung entscheiden!", schließt Lettner entschlossen.

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