Bauskandal beim Lakeside-Park Klagenfurt

Gunzer initiiert "schnelle Eingreiftruppe" für benachteiligte Firmen

Klagenfurt, 2004-11-16 (fpd) Der freiheitliche WK-Vizepräsident LAbg. Albert Gunzer zeigte heute im Zuge einer Pressekonferenz fatale Missstände rund um die Fliesenauftragsvergabe beim Lakeside-Park Klagenfurt auf.

Als ersten Kritikpunkt nannte Gunzer, dass unnotwendigerweise (es wurde lediglich zu wenig Fläche berücksichtigt) zwei Mal ausgeschrieben wurde. Bei der Erstausschreibung wurde eine Kärntner Firma Bestbieter, bei der zweiten Ausschreibung - die Preise waren natürlich schon bekannt - bekam schließlich eine Wiener Firma den Auftrag.

Der absolute Skandal bestehe jedoch darin, dass Fliesen ausgeschrieben wurden, die im Einkauf doppelt so teuer sind, als die tatsächlich verlegten Fliesen. Zudem beschäftige die beauftragte Wiener Firma Ausländer, die im Zuge eines Integrationsprogrammes des AMS hohe Fördergelder kassiere und somit geringe Lohnkosten habe, kritisierte Gunzer und verlangt von der Bauleitung bzw. denn Geschäftsführern Juritsch (KWF) sowie Schönegger (BABEG) Aufklärung über diese unhaltbaren Zustände.

Die Bauleitung wäre verpflichtet Baustellen der öffentlichen Hand zu kontrollieren. Gunzer: "Hier geht es schließlich um Steuergeld. Anstatt die Wertschöpfung in Kärnten zu haben, werden zusätzlich noch Arbeitsplätze gefährdet. Ich verlange für unsere Kärntner Firmen keine Vorteile, aber absolute Chancengleichheit".

Gunzer kündigte daher eine "schnelle Eingreiftruppe" an. Mit Landeshauptmann Haider, der die Missstände vor Ort in Augenschein nahm, wurde in Kooperation mit der Wirtschaftskammer vereinbart, jeweils einen Experten dafür vorzusehen. Anlaufstelle wird die Wirtschaftskammer Kärnten sein. Dort können jene Betriebe vorstellig werden, die sich im Zuge von Auftragsvergaben benachteiligt fühlen.

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