Morak: Weiterentwicklung erfolgreicher Filmförderung in Österreich - Adaptierungen an internationale Entwicklungen

Novelle des Filmförderungsgesetzes passiert den Ministerrat

Wien (OTS) - "Die Regierungsvorlage des Filmförderungsgesetzes ermöglicht den Ausbau und die Weiterentwicklung einer erfolgreichen Filmförderung in Österreich. Mit der Novelle, die vor allem eine Adaptierung an internationale Entwicklungen vorsieht, wird Forderungen der Filmbranche Rechnung getragen sowie auch im Rahmen des ausführlichen Begutachtungsverfahrens Anregungen aufgenommen wurden", so Kunststaatssekretär Franz Morak, der sich beim EU-Kulturministerrat in Brüssel befindet, nachdem das Filmfördergesetz heute, Dienstag, den Ministerrat passiert hatte.

Die Novelle enthält detailliertere Formulierungen der Zielsetzungen des Filminstituts zur näheren Konkretisierung des "Kompetenzzentrums Filminstitut" sowie die Einrichtung eines Österreichischen Filmrats als neues Sachverständigengremium mit breiter Beteiligung aller Interessensvertreter, das Fragen der Filmpolitik beraten und grundsätzliche filmpolitische Empfehlungen formulieren soll.

Darüber hinaus erfolgte die Festschreibung von Vertretern der Bereiche Produktion, Drehbuch und Regie im Aufsichtsrat (ehemals Kuratorium). Weiters ist die Akzentuierung der Bedeutung der Stoffentwicklung und die Ausweitung der Projektentwicklung auf die Erstellung von projektspezifischen Marketingkonzepten vorgesehen. Der Direktor soll zukünftig als Vorsitzender und Mitglied der Projektkommission, die aus vier weiteren Mitgliedern besteht, stimmberechtigt sein, für die Referenzfilmförderung ist keine Befassung der Projektkommission mehr notwendig.

"Zentrale Bestimmungen des Entwurfs", so Morak weiter, seien zudem einerseits die Neufassung der Bestimmungen betreffend die Bildträger-und Fernsehnutzungsrechte, die mehr Flexibilität bezüglich der Sperrfristen und deren Ausnahmen ermöglichen sollen. Andererseits sind nun die Rechterückfallfristen für Fernsehnutzungsrechte bei geförderten Filmen den europäischen Üblichkeiten entsprechend festgelegt. Grundsätzlich vorgesehen ist ein Rückfall der Rechte an den Hersteller nach sieben Jahren, bei einer überdurchschnittlich hohen Finanzierungsbeteiligung eines Fernsehveranstalters kann diese Frist auf zehn Jahre verlängert werden. "Damit wird einer Forderung der Filmhersteller entsprochen, die ihre Position gegenüber den Fernsehveranstaltern stärken und zu einem möglichst frühen Zeitpunkt weitere Verwertungsmöglichkeiten ausschöpfen möchten", betonte Morak abschließend.

Die Regierungsvorlage steht ab 14 Uhr zum download auf www.filmfoerderung.gv.at zur Verfügung.

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