Mitglieder-Boom bei Fitnessbetrieben

Span: Harter Wettbewerb vor allem in urbanen Gebieten - Ketten werden immer wichtiger - Großes Interesse für den Lehrberuf Fitnessbetreuer

Wien (PWK821) - Das gestiegene Gesundheitsbewusstsein lässt immer mehr Österreicher in die heimischen "Fitness-Tempel" pilgern. Innerhalb von zwei Jahren ist die Mitgliederzahl in den Fitnessbetrieben um etwa 60.000 auf 380.000 Personen (2004) gewachsen. Die Zahl der Studios ist mit etwa 480 Betrieben allerdings leicht rückläufig. "Der Konzentrationsprozess, der in vielen Branchen bereits voll im Gang ist, macht auch vor den Fitness-Centern nicht halt. Besonders gut im Trend liegen einerseits Nischenanbieter und andererseits großflächige multifunktionale Fitnessbetriebe, bei denen das Angebot über den normalen Wellness-Bereich hinausgeht", erklärte der Obmann des Fachverbandes der Freizeitbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Gerhard Span, Dienstag in einem Pressegespräch über aktuelle Trends und Entwicklungen in der Fitness- und Freizeitbranche.

Wie ein von Kreutzer, Fischer & Partner ausgearbeiteter "Branchenradar" feststellt, ist die Betriebsgröße ein entscheidender Faktor. Zentren unter 200 m2 haben kaum und Betriebe unter 400 m2 "nur schwierige Überlebenschancen". Erst Betriebe über 2.000 m2 können verschiedene Zusatzleistungen anbieten und damit Kunden gewinnen. Die größere Mitgliederzahl erlaubt beispielsweise eine Zusammenarbeit mit Personal-Trainern und Sportmedizinern. Mit dem Trend zu großflächigen Fitnesszentren geht daher automatisch auch eine Entwicklung zu höheren Qualitätsstandards einher, stellte der Hausgeber des Branchenradars, Mag. Martin Kopensteiner, fest.

Zweiter entscheidender Faktor auf dem Weg zum Erfolg ist der Standort, so Koppensteiner weiter. Für viele Mitglieder ist ein Standort in der Nähe des Wohnortes ein entscheidendes Kriterium. "Eine Fahrzeit von mehr als 25 Minuten wird meist schon als zu lang empfunden".

Eine interessante Möglichkeit für viele Betriebe ist angesichts der harten Konkurrenz der Zusammenschluss zu einem Verband, hebt Span hervor: "In einem Verband kann man die Einkaufsmacht gegenüber den Lieferanten, zB den Herstellern von Fitnessgeräten, steigern und auch viele Aktivitäten, vom Internetauftritt bis hin zur Steuerberatung, auslagern. Mehr als ein Viertel aller Fitnessbetriebe ist bereits Mitglied einer derartigen Kooperation oder Tochterunternehmen einer großen Kette. Diese Verbände und Ketten verbuchen fast ein Drittel der Mitglieder und 44 Prozent des Umsatzes".

Für die nächsten Jahre erwartet Span ein weiteres Ansteigen der Mitgliederzahlen auf etwa 450.000 Personen. Überdurchschnittlich wachsen werden hochqualitative Anbieter mit multifunktionellen Anlagen.

Besonders am Herzen liegt dem Fachverbandsobmann der dreijährige Lehrberuf Fitnessbetreuer, für den breites Interesse besteht. Derzeit sind rund 160 Lehrlinge in Ausbildung. "Die Möglichkeiten nach der Lehre sind vielfältig und breit gesteckt. Sie reichen von der selbständigen Führung eines Sportstudios oder Fitnesscenters bis hin zu Spitzenjobs im Sportmanagement", erklärt der Sprecher der heimischen Fitnessbetriebe. Derzeit würden dringend weitere Unternehmen gesucht, die zur Ausbildung von Lehrlingen bereit sind.

Qualitätsunternehmen unter den Fitnessbetrieben werden vom TÜV Österreich nach anerkannten Kriterien zertifiziert. Besondere Schwerpunkte sind dabei die Sicherheit der Geräte, die Organisation der Betreuung, die Hygiene sowie Notfallmaßnahmen, erklärte DI Adolf Russold von TÜV Österreich. Das TÜV-Zertifikat gilt für ein Jahr, dann erfolgt ein Wiederholungsaudit. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Dr. Heribert Purtscher
Tel.: (++43) 0590 900-4363
Fax: (++43) 0590 900-263
presse@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004