Präsident Dr. Johann Kalliauer: Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist das wichtigste Ziel der AK

Linz (OTS) - In seinem Bericht zur Beginn der heutigen AK-Vollversammlung nannte Präsident Dr. Johann Kalliauer den Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit als vordringlichstes Ziel der Arbeiterkammer. Die Arbeitslosigkeit in Österreich betrage fast sieben Prozent, wenn man alle Arbeitssuchenden in Ausbildungsmaßnahmen berücksichtige, fast zehn Prozent.

Der dumme Spruch, dass wer nur will auch eine Arbeit findet, könne man jenen 300.000 Betroffenen, die vergeblich Arbeit suchen, nicht erklären. "Wir dürfen nicht ruhen, bis das Problem beseitigt ist, vor allem unter den Jugendlichen", sagte Kalliauer. In Oberösterreich gebe es derzeit 700 Lehrstellensuchende, 600 Jugendliche in Berufsorientierungskursen und 1500 Arbeitslose unter 18 Jahren. Das seine 2800 junge Menschen ohne Arbeit zu viel.

Mit Sorge verwies der AK-Präsident auf die immer länger werdende Liste oberösterreichischen Betriebe, die massiv Arbeitsplätze abbauen bzw. ins Ausland verlagern, von Carrera über Solvay bis zu ZF Steyr. "Daran ist nicht nur die Globalisierung schuld. Wir haben nach wie vor einen Gestaltungsspielraum der nicht genutzt wird", sagte Kalliauer und forderte das Land auf, durch Industriebeteiligungen gegenzusteuern.

Um die Arbeitslosigkeit abzubauen, brauche es auch ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent. Die falsche Nulldefizit- und Umverteilungspolitik der Regierung von unten nach oben, habe aber den Wachstumsvorsprung Österreichs in der EU aber in einen Rückstand verwandelt. Österreich müsse auch aufhören, den Steuerwettlauf mitzumachen, um sich Standortvorteile zu verschaffen. Auch die Steuerreform, die Großkonzerne entlaste und kleinen Einkommen nichts bringe, sei der falsche Weg. Folge dieser Politik seinen Finanzierungslücken im Sozialsystem, bei der Daseinsvorsorge und bei der Bildung.

Die massiven Angriffe auf die Kammerautonomie und die AK-Umlage habe auch positive Aspekte sagte Kalliauer abschließend. Es gebe eine gemeinsame Erklärung mehrerer Fraktion in der Vollversammlung, in der diese zurückgewiesen würden und Unterstützung für die AK aus allen politischen Lagern und von den Sozialpartnern.

Die AK lasse vor allem ihre Leistungen sprechen. Jedes Jahr setze sie mehr Geld für neue Angebote ein, als es dem Zuwachs an Mitteln entspreche. Sie haben etwa einen langen Beratungstag eingeführt, die Bezirkstellen und das Informationsangebot im Internet massiv ausgebaut sowie neue Leistungen in Konsumentenschutz und Bildung entwickelt. "Das", so Kalliauer, "ist die beste Antwort auf jene, die auf die AK losgehen."

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