Kanduth fordert einheitlichen Energieausweis für Häuser

Für den Dachverband Energie-Klima eine Frage der Vernunft

Wien (PWK820) - Der Dachverband Energie-Klima in der Wirtschaftskammer Österreich fordert die zuständigen Landes- und Bundesbehörden in einer Briefaktion auf, bei der Umsetzung des von der EU vorgeschriebenen Energieausweises für Häuser auf eine österreichweit einheitliche Gestaltung zu achten. Weiters soll im Ausweis als Beitrag zur Bewusstseinsbildung der Anteil der erneuerbaren Energie, der Wärmepumpen und KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) in Relation zu den fossilen Energien am Warmwasser- und Raumwärmeverbrauch dargestellt werden.

"Der Energieausweis ist eine Art Visitenkarte für Gebäude, die zum Kauf angeboten werden. Er muss wenigstens innerhalb von Österreich vergleichbar sein. Es wäre beispielweise undenkbar, wenn jedes Bundesland seinen eigenen Typenschein für Autos ausstellen würde und das eine Bundesland Angaben zum Treibstoffverbrauch verlangt, während ein anderes an Daten zur Klimaanlage interessiert ist", stellt Robert Kanduth der Obmann des Dachverbandes Energie-Klima fest.

Eines der Hauptziele der EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ist die rationelle Verwendung natürlicher Ressourcen und damit die Senkung der CO2-Emissionen. "Im Sinne der Bewusstseinsbildung soll in den Energieausweis eine verpflichtende grafische Darstellung der Anteile an Energie aus Erneuerbaren, Wärmepumpen oder Kraft-Wärme-Kopplungen in Relation zu fossilen Energien am Warmwasser- und Raumwärmeverbrauch des Gebäudes aufgenommen werden", so Kanduth weiter.

Insgesamt sieht Kanduth in der gewissenhaften Umsetzung der EU-Richtlinie eine gute Chance für die Politik, Österreich seinen Kyoto-CO2- Reduktionsverpflichtungen näher zu bringen. "Diese Chance darf nicht vertan werden". Die Rückmeldungen der verantwortlichen Politiker werden bis Ende Dezember 2004 erwartet.

Der Dachverband Energie-Klima mit Sitz in der Wiedner Hauptstraße ist eine Interessensvertretung der Wirtschaft. In dieser Plattform sind Fachverbände des Gewerbes, des Handels und der Industrie sowie die Vereine Bundesverband WärmePumpeAustria (BWP), Austria Solar, Bundesverband Photovoltaik organisiert, die sich um die wirtschaftliche Umsetzung im Zusammenhang mit erneuerbaren Energieträgern und Klimaschutz kümmern. Der Dachverband versteht sich in diesem Bereich als erster Ansprechpartner der Wirtschaft.

Im Vordergrund der Aktivitäten des Dachverbandes steht die wirtschaftsorientierte Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen sowohl im Inland als auch durch die Förderung der Exporttätigkeit (auch in Zusammenhang mit den "flexiblen Instrumenten") im Ausland. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Dachverband Energie-Klima
Mag. Andrea Stockinger
Tel.: (++43) 0590 900-3366
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003