Rossmann: Bildungsbudget ermöglicht Steigerung der Qualität

Erfolgreicher Zukunftsprozess und Fortsetzung der Qualitätsoffensive

Wien, 2004-11-16 (fpd) - "Ein Budget wird immer wieder als die in Zahlen gegossene Politik bezeichnet und darum können wir sagen, wir führen eine ausgezeichnete Qualitätsoffensive", so die freiheitliche Bildungssprecherin Mares Rossmann in der heutigen Parlamentssitzung zum Thema Bildungsbudget. "Hier wird die Qualität des Unterrichts einerseits und die weitere Professionalisierung des Lehrberufes und der Schulleitung andererseits vorangetrieben." *******

Ein großer Schritt im Zuge der Qualitätsoffensive wurde mit der Einführung der Bildungsstandards gesetzt, welche auch ein wesentlicher Teil der Regierungsvereinbarung waren. "Die Probephase in Mathematik wird gut angenommen und von der Lehrerschaft durchwegs begrüßt", so Rossmann. Eines würden die Bildungsstandards aber auch zeigen, nämlich die teilweise großen Unterschiede zwischen Hauptschulen auf dem Land und Hauptschulen in der Stadt einerseits und einzelnen AHS-Klassen. "Viele Hauptschulen in den Städten sind zu reinen Restschulen verkommen, was zu einem enormen Andrang auf die AHS führt und in weiterer Folge den Charakter einer AHS für höher Begabte teilweise abhanden kommen lässt. Dieses Problem muss im Bildungsplan 2010 unbedingt Berücksichtigung finden", fordert die freiheitliche Bildungssprecherin.

In diesem Bildungsplan sollte auch ein Modell zur sprachlichen Frühförderung enthalten sein. Hier solle es eine verpflichtende Anmeldung der 5-jährigen in der Grundschule geben und dort müsse dann auch spielerisch und kindergerecht eine Überprüfung der Sprachkenntnisse erfolgen. Sollten Defizite erkannt werden, müsse eine Möglichkeit geschaffen werden, innerhalb eines Jahres im Kindergarten oder in der Vorschule die nötigen Sprachkenntnisse zu erlernen. "Eine erfolgreiche Integrationspolitik beginnt mit der entsprechenden Kenntnis der jeweiligen Sprache", ist Rossmann überzeugt.

Einen weiteren großen Schritt in Richtung Qualitätssteigerung sieht Rossmann in der Schaffung der Führungskräfte - Akademie für den Bildungsbereich. "Da viele Direktoren hervorragende Pädagogen sind, aber keine Schulmanager, war es der Wunsch vieler Schulleiter hier weitere Professionalität zu erlangen. Hier kann auch angedacht werden, ob der Schulleiter überhaupt ein Pädagoge sein muss, oder ob man die Bereiche Pädagogen und Management trennt. Diese Diskussion wird auch im Zuge des Bildungsplanes 2010 zu führen sein", so Rossmann.

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