Kalliauer: Drohende Teilschließung der ZF Steyr bestätigt wirtschaftspolitische Forderungen der AK

Linz (OTS) - Die vom deutschen Eigentümer geplante Teilschließung und Verkauf der Zahnradfabrik Steyr gefährdet Hunderte Arbeitsplätze. Für AK-Präsident Kalliauer wird durch den Fall ZF Steyr einmal mehr klar: Arbeitsplätze und Betriebe sind nur dann sicher, wenn die Entscheidungszentralen auch in österreichischer Hand sind.

Die deutsche ZF Passau will ihre Niederlassung in Steyr zumindest teilweise schließen und den Rest an einen bislang unbekannten Interessenten verkaufen. Konkret soll die Getriebemontage nach Deutschland verlegt werden, alleine dadurch würden rund 250 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren.

Für den Präsidenten der Arbeiterkammer Oberösterreich, Dr. Johann Kalliauer ist ZF Steyr einmal mehr der Beweis dafür, dass die Warnungen der AK vor dem Ausverkauf heimischer Firmen ans Ausland berechtigt sind. "In den vergangenen Wochen haben wir mehrmals ähnliche Fälle erlebt - etwa Solvay in Ebensee, Dreefs in Peuerbach und jetzt ZF in Steyr. Immer dann, wenn die Unternehmen wirtschaftliche Probleme haben, trennen sie sich von jenen Niederlassungen, die weit von der Konzernzentrale entfernt sind. Wenn die AK fordert, dass Unternehmen heimische Kernaktionäre haben sollen und damit österreichischer Einfluss erhalten werden kann, so ist das keine Schwarzmalerei, sondern leider berechtigt."

Die Entscheidung der deutschen Eigentümer, so Kalliauer weiter, ist umso unverständlicher, als dass die Firmenleitung noch im vergangenen Juni Gerüchte über eine Verlagerung als "völlig aus der Luft gegriffen" habe dementieren lassen. Damals habe es noch geheißen, der Geschäftsverlauf sei zufriedenstellend.

Der Verkauf der in Steyr verbleibenden Komponentenfertigung soll zwar rund 250 Arbeitsplätze erhalten, deren langfristiger Bestand ist allerdings äußerst unsicher. AK-Präsident Kalliauer: "Wird die Getriebemontage aus Steyr verlegt, bleibt eine Fabrik ohne besondere Produkte, die mit Unternehmen aus Billiglohnländern konkurrieren muss."

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