Schließungswelle endlich stoppen!

SP-Haider: Industriebeteiligungsfonds zur Absicherung der Betriebsstandorte in Oberösterreich

Linz (OTS) - Bis zu 200 Arbeitsplätze wackeln in Steyr beim Automobilzulieferer ZF Steyr durch die geplante Verlagerung der Getriebemontage nach Passau. Verbunden damit wäre auch eine Verlagerung der Entscheidungszentrale nach Deutschland. "Damit drohen dem Industriestandort Oberösterreich enorme Kompetenzverluste und hohe Arbeitsplatzverluste", zeigt LH-Stv. Erich Haider auf und fordert einen Stopp des Ausverkaufs der Unternehmen und die Einrichtung eines Industriebeteiligungsfonds durch das Land Oberösterreich, um österreichische Mehrheiten an Betrieben zu sichern und damit die Zentrale in Oberösterreich bzw. Österreich zu halten.

In der oberösterreichischen Industriepolitik jagt derzeit eine Hiobsbotschaft die andere: Nach der Schließung von Carrera Optyl in Traun mit 473 Beschäftigten folgte die Ankündigung von Solvay in Ebensee, 130 Arbeitnehmer abzubauen. In den letzten 14 Tagen kündigten auch die Schuhfabrik Högl in Taufkirchen/Pram (47 Arbeitnehmer) und die Firma Dreefs in Peuerbach (118 Arbeitnehmer) Stellenabbau und Standortverlagerungen an. Zwischendurch kam auch die Meldung der Firma Hueck Folien in Baumgartenberg, dass 40 Mitarbeiter gekündigt werden.

Diese Serie setzt sich nun mit dem beabsichtigten Stellenabbau der Zahnradfabrik Passau in Steyr im Ausmaß von 120 bis 200 betroffenen Mitarbeitern fort.
"Auffallend ist, dass die Konzerne Gewinne schreiben, Betriebsstandorte trotzdem schließen bzw. in andere Länder auslagern, um die Gewinne zu maximieren. Dabei erweist es sich als besonders fatal, dass sich die Hauptsitze dieser Firmengesellschaften dann im Ausland befinden und dadurch die Filialstandorte in Österreich gegenüber den Standorten der Firmenzentralen benachteiligt sind.

In diesem Zusammenhang fordert der SPÖ-Landeschef auch erneut, dass die VA-Tech einen österreichischen Kernaktionär behält und sich die ÖIAG gemeinsam mit den MitarbeiterInnen eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie an diesem Unternehmen sichern sollte.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001