"Gerwald Rockenschaub - 4296 m3" und "Dorit Margreiter - 10104 Angelo View Drive" im MUMOK

Wien (OTS) - Einladung zur Pressekonferenz anlässlich der Ausstellungseröffnungen am Donnerstag, 18. November 2004, um 10.00 Uhr im MUMOK, Museumsplatz 1, A - 1070 Wien. Direktor Edelbert Köb, Wolfgang Drechsler (Kurator der Ausstellung Gerwald Rockenschaub), Matthias Michalka (Kurator der Ausstellung Dorit Margreiter) und die Künstler stehen für Fragen und Interviews zur Verfügung.

Gerwald Rockenschaub (geb. 1952) zählt zu den auch international renommiertesten bildenden Künstlern Österreichs. Wenngleich sein Werk seit den frühen 80er Jahren immer wieder mit dem Begriff "Neo Geo" verbunden wird, entzieht es sich weitgehend einer rigiden stilistischen Einordnung. Rockenschaub bezieht sich mit seinen Arbeiten gleichermaßen auf Ideen und Positionen der Moderne wie auf Phänomene der Alltagskultur und transformiert diese ins Heute. Der gemeinsame Nenner ist die Reduktion, die Konzentration auf die wesentlichsten Elemente der Dinge und Ideen.

Die Ausstellung vereint einige der wichtigsten Arbeiten -überwiegend größeren Formats - und Ideen, die Rockenschaub seit den frühen 80er Jahren entwickelt hat. Einige dieser Ideen werden gemäß den geänderten räumlichen Verhältnissen adaptiert und aktualisiert. Die Exponate werden zueinander und zum spezifischen Ausstellungsraum und dessen einzelnen Raumteilen in Beziehung gesetzt, gleichermaßen zu einem neuen eigenständigen Werk zusammengefasst, das 4296 m3 groß ist und selbst wiederum vom Prinzip der Reduktion bestimmt wird. Ausstellungsdauer: 19. November 2004 - 6. Februar 2005

Dorit Margreiter thematisiert in ihrer künstlerischen Arbeit das Verhältnis von Film und Fernsehen zu architektonischen und sozialen Raumvorstellungen. Im Mittelpunkt ihrer für das MUMOK konzipierten Installation "10104 Angelo View Drive" steht ein modernistisches Einfamilienhaus des amerikanischen Architekten John Lautner, das in zahlreichen Hollywood-Produktionen als Schauplatz und Herberge des "Bösen" dient. Margreiter nähert sich diesem "gebauten Albtraum" der westlichen Kleinfamilie aus mehreren Perspektiven. Sie zeigt in kurzen selbst gedrehten Sequenzen unerwartete Formen der Nutzung bzw. des sozialen Miteinanders im Gebäude und hinterfragt gleichzeitig die Konventionen dessen filmischer Repräsentation. Traditionelle Innen/Außen-Differenzierungen werden dabei ebenso angesprochen wie Aspekte geschlechtsspezifischer Raum- und Bedeutungszuschreibung.

Ausstellungsdauer: 19. November 2004 - 16. Jänner 2005

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Barbara Hammerschmied
Museum Moderner Kunst
Tel.: +43-1-52500-1400
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