Kernstock: Streichung des Kostenzuschusses für Sehhilfen ist durch nichts zu rechtfertigen

Eine Brille ist kein Luxusartikel, sondern absolut notwendige Hilfe

St. Pölten, (SPI) - Als "eine weitere massive ‚Attacke' auf die Brieftaschen von Einkommensschwachen und Durchschnittsverdiener", bezeichnet SPNÖ-Gesundheitssprecher, LAbg. Otto Kernstock, die Streichung des Kostenzuschusses für Brillen und Kontaktlinsen durch die Bundesregierung. "Eine Erhöhung der Selbstbehalte und Selbstbeteiligungen für Kranke ist ebenso der falsche Weg wie das Streichen von notwendigen Zuschüssen. Besonders der ersatzlose Wegfall der Unterstützungen bei Brillen und Kontaktlinsen ist absolut zu verurteilen. Hier werden in Österreich rund 3 Millionen Menschen dafür bestraft, dass sie eben schlecht sehen. Ein Raucher kann auf die eine oder andere Zigarette verzichten, ein Brillenträger auf seine Brille nicht", kritisiert LAbg. Kernstock die Vorgangsweise der Bundesregierung.****

"Die Bundesregierung will nun dieses Gesundheitspaket als einen wichtigen Schritt zur Gesundheitsreform verkaufen. Schön langsam erhält das durchaus positiv besetzte Wort ‚Reform' für viele Bürger einen negativen Beigeschmack. In Wahrheit steckt hinter jeder angekündigten ‚Reform' der schwarzblauen Bundesregierung ein ‚Abzocken' und ein ‚Kürzen' von Leistungen, damit die teure Klientelpolitik dieser Regierung finanziert werden kann", so der SP-Landtagsabgeordnete.

Für die Mehrheit der Menschen ist eine Brille nicht ein Designer-Accessoire, sondern ein tagtäglicher Gebrauchsgegenstand. "Eine Brille ist für Betroffene kein Luxusartikel, sondern für viele ein lebensnotwendiges Erfordernis. Aus diesem Grund ist diese einseitige Belastung sozial ungerecht, vom medizinischen Standpunkt äußerst fragwürdig und durch nichts zu rechtfertigen. Es gibt einen sozial gerechteren Weg zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung, als den von der Regierung eingeschlagen'" so LAbg. Kernstock abschließend.
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