Gusenbauer in Wr. Neustadt: "Bildung ist die wichtigste Zukunftsressource"

Wr. Neustadt (SK) "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Bildung die beste Zukunftsressource ist", unterstrich SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer in Wr. Neustadt bei einer Diskussion mit Jugendlichen im Jugendzentrum Triebwerk. Das Team Gusenbauer besuchte am Freitag im Rahmen der "Startklar"-Tour den Bezirk Wr. Neustadt und wurde von SPÖ-Abgeordnetem Peter Wittmann, LH-Stv. Heidemaria Onodi, LR Emil Schabl, der Bürgermeisterin von Wr. Neustadt, Traude Dierdorf, dem Bürgermeister von Wöllersdorf, Hubert Schneider, u.v.a. begleitet. Außerdem auf dem Programm standen ein Besuch der Fa. MABA Fertigteilindustrie, des a.ö. Krankenhauses Wr. Neustadt, der Lokalredaktion von NÖN und Wr. Neustädter Nachrichten, des Radiosenders Party FM und der sozialen Einrichtungen des Phönix Ostarrichi.*****

"Mein Eindruck ist es, dass das Interesse der Jugendlichen an Politik gestiegen ist", merkte Gusenbauer zum Thema Politikverdrossenheit an. Wenn man sich mit Fragen der Dritten Welt, des Irak-Krieges, des Umweltschutzes und der Schule auseinandersetze, laufe dies vielfach nicht unter dem Titel Politik, obwohl es sich sehr wohl um politische Themen handle. "Man muss Politik aus dem Elfenbeinturm herabholen", antwortete Gusenbauer auf die Frage, was man tun könne, um Jugendliche noch mehr für Politik zu interessieren. Außerdem sprach er sich dafür aus, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken, "eine zusätzliche Motivation, sich mit Politik zu beschäftigen", so Gusenbauers Überzeugung. Auch das Kinder- und Jugendparlament erachte er, Gusenbauer, als gute Einrichtung, um sich als Jugendlicher mit politischen Abläufen auseinandersetzen zu können.

"Bei all den Fragen, die einen unmittelbar betreffen, herrscht großes Interesse", stellte Gusenbauer fest. Im Falle von Jugendlichen seien wesentliche Themen Bildungspolitik, Bildungschancen und Lehrlingsausbildung. Europäische und internationale Politik interessiere Jugendliche bedeutend mehr als Erwachsene, wie eine Studie belege, so Gusenbauer.

Österreichs Schulsystem bezeichnete Gusenbauer als eines der "absurdesten". "Die ganze Schulzeit, wird danach ausgewählt, was jemand nicht kann, und nicht nach dem, was jemand besonders gut kann", kritisierte Gusenbauer. Die individuelle Begabungsförderung, die auch im SPÖ-Bildungsprogramm ihren Platz hat, sei deshalb der richtige Weg.

"Wenn man höhere Geburtenraten will, muss man ein kinderfreundliches Klima schaffen", so Gusenbauer auf die Frage, welche Anreize die SPÖ im Bereich der Familienpolitik setze. Er verwies auf Frankreich und Schweden, wo es dank qualitativ hochwertiger und flächendeckender Kindereinrichtungen eine hohe Geburtenrate und zugleich hohe Frauenbeschäftigung gebe. "Es geht darum, die Möglichkeit zu schaffen", betonte Gusenbauer.

Ein weiteres zentrales Anliegen der SPÖ sei die Gesundheitsversorgung, so Gusenbauer, der am Freitag auch das Krankenhaus Wr. Neustadt besuchte. "Gibt es medizinischen Fortschritt in Zukunft nur mehr für die, die es sich leisten können?", fragte Gusenbauer. "Wir wollen keine Zwei-Klassen-Medizin, sondern höchstes medizinisches Niveau in unserem Land, unabhängig vom Einkommen", unterstrich Gusenbauer. (Schluss) sk

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