Dinkhauser: Aus Trott in Trab wechseln!

AK-Tirol-Vollversammlung: Landesbudget radikal durchforsten

Innsbruck (OTS) - "Wir müssen in Tirol noch stärker aus liebgewordenem Trott in raschen Trab wechseln! Dazu soll das Landesbudget radikal durchforstet werden, um neue Prioritäten setzen zu können", verlangte AK-Präsident Fritz Dinkhauser in seiner Rede zur 143. AK-Vollversammlung. "Ein zu großer Teil der Landesausgaben ist fix gebunden, sodass zu wenig Spielraum bleibt, um nachhaltige beschäftigungs- und wirtschaftspolitische Akzente setzen zu können."

"Statt Geld für Güterwege und Prämien für Mutterkühe brauchen wir Geld für Bildungswege und Prämien für wichtige Innovationen. Wir sind kein reines Bauernland mehr und nicht nur ein Tourismusland, sondern ein Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftsland, das sich täglich im Wettbewerb der europäischen Regionen behaupten muss," sagte der AK-Präsident.

"Statt ideologische Barrieren zu verteidigen sollten wir neue Ideen zulassen", so Dinkhauser. Genauso wie in Europa und in Österreich endlich die Wertschöpfungsabgabe eingeführt gehört, um das Kapital stärker zu besteuern und menschliche Arbeit steuerlich zu entlasten, müssen wir auch in Tirol alte Zöpfe abschneiden. "Etwa im Bereich der Wirtschaftsförderung, wo der Tourismus nach wie vor einseitig bevorzugt wird. Wir brauchen ein Betriebsansiedelungskonzept vor allem für die Regionen im Oberland. Neue Arbeitsplätze fallen nicht vom Himmel, man muss sie jeden Tag neu schaffen. Auch wenn manche die vermeintlich guten Beschäftigungszahlen im Vergleich zu anderen Ländern loben, bleibt festzuhalten, dass mindestens 25.000 Menschen in Tirol ohne Arbeit sind. Das sind 25.000 zu viel.

Neue Ideen sind auch bei der Kinderbetreuung gefordert, etwa durch mehr Ganztagesbetreuung und durch Einrichtung von Ganztagesschulen, durch Mietzinsbeihilfe in allen Gemeinden, durch Mobilisierung von Bauland durch die Einführung einer Bodenwertabgabe, durch die Einrichtung einer Gleichbezahlungskommission gegen die unterschiedlichen Verdienste zwischen Mann und Frau, durch die Lehrlingsausbildung in Lehrwerkstätten oder direkt in den Berufsschulen.

Wir wollen mit acht Grundpfeilern einen Aufschwung in unserem Land erreichen: Durch stärkere Wirtschaftsimpulse Vollbeschäftigung anstreben, soziale Sicherheit schaffen, Qualifizierungs- und Bildungsoffensive beschleunigen, neue Perspektiven für Junge bieten, Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau herstellen, familienfreundliches Klima und erschwingliches Wohnen forcieren sowie den Nahverkehr massiv ausbauen.

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