AK Wien Vollversammlung gegen Arbeitszeitpolitik auf dem Rücken der Arbeitnehmer

Beispiel Handel zeigt, wie schlecht es um die Einhaltung gesetzlicher Schutzbestimmungen für die Arbeitnehmer bestellt ist

Wien (OTS) - Entschieden gegen die Forderung von Industrie und Wirtschaft nach einer Verlängerung der Arbeitszeit und der Ausschaltung des Kollektivvertrages als Regelungsinstrument für die Flexibilisierung von Arbeitszeiten wendet sich die 141. Vollversammlung der AK Wien. Die Forderungen der Arbeitgeber würden in der Praxis nichts anderes bedeuten als eine Kürzung der Löhne und ein weiteres Ansteigen der Arbeitslosigkeit. Den Wirtschaftsminister fordert die AK Wien Vollversammlung auf, nicht die Aufweichung gesetzlicher und kollektivvertraglicher Schutzbestimmungen zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer voranzutreiben, sondern dafür zu sorgen, dass die Arbeitgeber sich an das geltende Recht halten und ihre Arbeitnehmer für geleistete Arbeitszeit korrekt entlohnen.

Derzeit werden die im Arbeitszeitgesetz und in vielen Kollektivverträgen bestehenden Möglichkeiten einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten von den Unternehmen oft nicht genutzt. Nicht die Rechtslage behindert in vielen Fällen Durchrechnungsmodelle bei der Gestaltung der Arbeitszeit, sondern oft scheitert die Flexibilisierung der Arbeitszeit auf Betriebsebene schlicht und einfach daran, dass die Arbeitgeber die daran geknüpften Bedingungen, wie etwa die Gewährung längerer Zeitausgleichsphasen als Ausgleich für den Verzicht auf Überstundenzuschläge, nicht zu erfüllen bereit sind. Das Problem besteht darin, dass etliche Arbeitgeber von einem fairen Interessenausgleich in Wahrheit nichts wissen wollen.

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