Verbesserung der Nahversorgung für 13.000 Menschen im Gebiet rund um das Happel-Stadion ist längst überfällig

Klubobmann der SPÖ Leopoldstadt Mladensich: "Es gibt bereits jetzt einen massiven Kaufkraftverlust durch zu wenige Nahversorger"

Wien (SPW-K) - "Die Leopoldstädter müssen schon jetzt in andere Bezirke fahren, um einkaufen zu gehen", weist der Leopoldstädter SPÖ-Klubobmann Kresimir Mladensich Aussagen von ÖVP und Grünen im Zusammenhang mit dem geplanten Einkaufszentrum beim Happel-Stadion zurück. Eine der wesentlichsten Gründe dafür sei, dass es in Teilen des Bezirkes kaum Nahversorger gibt. So befinden sich im Bereich zwischen dem Stadion und dem Wiener Hafen lediglich ein Postamt (welches, Gerüchten zufolge, zugesperrt wird), eine Trafik, eine Apotheke und zwei Greißler. "Dieses Beispiel erklärt, warum etwa 13.000 Menschen im Gebiet zwischen dem Elderschplatz und der Freudenau gezwungen sind, weitläufige Einkaufstouren zu unternehmen", stellt der Leopoldstädter SPÖ-Klubobmann fest.

"Diese Menschen sind der ÖVP und den Grünen offenbar vollkommen egal. Sonst würden sie nicht mit falschen Zahlen versuchen, die Bevölkerung zu verunsichern", sagt Mladensich.

Einkaufszentrum beim Happel Stadion soll Nahversorgung der Bevölkerung wesentlich verbessern

Die Errichtung eines Einkaufszentrums auf dem Parkplatz des Stadions bietet die Chance, die Nahversorgung der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Sie sollte aber unter größtmöglicher Bedachtnahme auf die Situation der Klein- und Mittelbetriebe in der Praterstraße, der Taborstraße und im Stuwerviertel geschehen. "Die Geschäfte in diesen Einkaufsstraßen müssen erhalten werden. Für das Einkaufszentrum sind vorwiegend jene Branchen zu berücksichtigen, die es auf den anderen Einkaufsstraßen in der Leopoldstadt noch nicht gibt", unterstreicht Mladensich. Selbstverständlich bleibe die Sperre der Stadionallee am Wochenende aufrecht. Auch sei ein direkter U-Bahn-Zugang bei der neuen Linie U2 vorgesehen, sagt der Leopoldstädter SPÖ-Politiker.
Darüber hinaus würde ein gemeinsames Marketing aller Einkaufsstraßen zu einer Stärkung der Kaufkraftbindung in der Leopoldstadt wesentlich beitragen. Durch eine Verbesserung des Angebots und ein koordiniertes Vorgehen der Einkaufsstraßen des Bezirkes, könnten zahlreiche Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden. Positive Signale von den beteiligten Vertretern der Einkaufsstraßen gibt es bereits.

Derzeitige Einkaufs-Situation für die Leopoldstädter völlig unbefriedigend

Die BewohnerInnen der Leopoldstadt müssen derzeit in Einkaufszentren, wie die Millennium-City, das Donauzentrum, den Gewerbepark Stadlau oder nach Niederösterreich - in die SCS - fahren. Ein weiteres Beispiel ist die Lage am Schüttel. Viele Bewohner gehen in den Nachbarbezirk Landstraße einkaufen, da sie im Wohnumfeld kein entsprechendes Angebot vorfinden. "Abgesehen von dem massiven Verkehrsaufkommen, wenn Leopoldstädterinnen und Leopoldstädter in andere Bezirke fahren müssen, um größere Einkäufe zu tätigen, fließt viel Geld nach Niederösterreich. Wien hat das Nachsehen bei der Kaufkraft und natürlich auch bei den daraus reflektierenden Steuern", stellt Mladensich fest. "Die ÖVP in Wien dürfte aber ohnehin der Ansicht sein, dass Wien zwar immer weniger Geld zu bekommen hat, aber immer mehr Mittel für Aufgaben, die der Bund an Wien abgibt, aufbringen muss."

ÖVP uneinig

Im Gegensatz zu den Aussagen der Wiener ÖVP meint ein der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer, Komm.Rat Erich Lemler, dass Einkaufszentren und Einzelhandel bzw. Nahversorgung kein Widerspruch seien und Synergieeffekte genutzt werden sollten. Er weist auf eine deutsche Studie hin, die ausgehend von Bevölkerungsverlusten in den Kernstädten, einen Rückgang der Handelseinrichtungen, sowie Gastronomiebetrieben voraussagt, was massive Arbeitsplatzverluste zur Folge hätte und wieder zur Abwanderung der Bevölkerung führen würde. "Alle Akteure sollten danach streben, dass dieser Kreislauf nicht in Gang gesetzt wird", appelliert der Leopoldstädter SPÖ-Klubobmann an die anderen Bezirks-Fraktionen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Thomas Kluger

Tel.: (01) 4000-81 941
Fax: (01) 534 47 27-8194
Mobil: 0664/826 84 27
thomas.kluger@spw.at
http://www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10005