Vladyka: "Brillenstrafsteuer" ist ein gesundheitspolitischer Rückschritt

Kranke müssen einmal mehr als Melkkuh der Regierung herhalten

St. Pölten (SPI) - "Die gestern beschlossene ‚Brillenstrafsteuer' reiht sich nahtlos in die lange Liste von sozial- und gesundheitspolitischen Rückschritten ein, die die österreichische Bevölkerung seit dem Antritt von Schwarz-Blau hinnehmen musste. Nicht nur, dass hier - und das zum wiederholten Male - kranke Menschen als Melkkuh missbraucht werden, kommt diesmal auch noch ein völlig falsches gesundheitspolitisches Signal hinzu", kommentiert die Sozialsprecherin der SPNÖ, LAbg. Christa Vladyka die Entscheidung von ÖVP und FPÖ, die Sehbehelfe für Menschen, die sie brauchen und sich das aber nicht aussuchen können, massiv zu verteuern. Vladyka: "Ich bin sehr enttäuscht, dass die ÖVP-Niederösterreich hier den von Schüssel und Gorbach gegen die Interessen der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher gerichteten Kurs mitträgt."****

"In Österreich sind 3,1 Millionen Menschen Brillenträger, die überwiegende Mehrheit von ihnen wird nun auf einen Zuschuss verzichten müssen. Die Streichung der Unterstützung für Brillen und Kontaktlinsen ist leider nicht nur unsozial, sondern birgt auch enorme gesundheitspolitische Risiken. Bisher musste jeder, der die finanzielle Unterstützung für einen Sehbehelf in Anspruch nehmen wollte, einen Augenarzt aufsuchen. Jetzt werden wohl viele Menschen einfach beim Optiker eine Brille bestellen - damit ist natürlich die Gefahr verbunden, dass viele andere ernste Augenerkrankungen nicht rechtzeitig erkannt werden können. Die Optiker sind zwar hervorragend qualifiziert, aber eben keine Augenärzte. Einmal mehr zeigt sich deutlich, dass diese VP-FP-Bundesregierung jeden Nachteil für die Menschen in Kauf nimmt, wenn sie damit ihre Finanzierungslücken stopfen kann", so Vladyka.
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