Swoboda: Österreich muss Chancen in Balkanregion besser wahrnehmen

Investitionen in dieser Region sind Investitionen in die Zukunft

Wien (SK) Österreich müsse seine Chancen in der Balkanregion besser wahrnehmen, betonte SPÖ-EU-Abgeordneter Hannes Swoboda, Berichterstatter des EP für Kroatien, am Freitag in einem ad-hoc-Gespräch. Österreich habe in dieser Region einen sehr guten Ruf und sollte diesen dazu nützen, die Zusammenarbeit mit den dortigen Ländern auf wirtschaftlicher, aber auch auf wissenschaftlicher und kultureller Ebene zu intensivieren, erklärte Swoboda. Investitionen in dieser Region seien Investition in die Zukunft, machte der SPÖ-Europaabgeordnete deutlich. ****

Kroatien sei im Prinzip auf Beitrittsverhandlungen mit der EU gut vorbereitet, es gebe jedoch Bedenken, ob Kroatien auch die besten Leute einsetze, informierte der Kroatien-Berichterstatter des EP. Ein Problem sei, dass die Zustimmung zur EU in der kroatischen Bevölkerung in letzter Zeit rapide gesunken sei. Es sei daher notwendig, dass es einen breiten Konsens zwischen Regierung und Opposition in Kroatien gibt, was einen Beitritt zur EU anbelangt. Nicht von Vorteil sei, dass die Stimmung beim Nachbarn Slowenien alles andere als günstig sei. In Slowenien gebe es gegenüber einem raschen Beitritt von Kroatien zur EU große Skepsis. Als sehr positiv sei zu bewerten, dass sich Kroatien inzwischen bewusst geworden sei, wie wichtig die regionale Zusammenarbeit - etwa mit Serbien und Bosnien-Herzegowina - ist, erläuterte Swoboda.

Was den zeitlichen Ablauf der Beitrittsverhandlungen betrifft, bezeichnete der SPÖ-Europaabgeordnete das Jahr 2009 als realistisches Datum für einen Betritt Kroatiens. Ein Beitritt bereits im Jahr 2007 sei jedoch irreal, hielt Swoboda fest. Der Beitritt Kroatiens wäre auf jeden Fall ein positives Signal für Nachbarstaaten wie Serbien, Anstrengungen in Richtung EU-Beitritt zu unternehmen.

Zu den Perspektiven von Bosnien-Herzegowina meinte Swoboda, dass dieses Land auf einem "langsamen Weg der Besserung" sei -langsam deshalb, weil noch nicht alle Kräfte verstanden hätten, dass eine Kooperation im Land und mit der EU notwendig sei. Zwischen Serbien und Montenegro müsse es weiterhin eine Zusammenarbeit geben, darauf bestehe jedenfalls die EU. Die Aussichten dafür sind jedoch alles anderes als rosig, so Swoboda. (Schluss) ps

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