Jugendbeschäftigung - Oxonitsch: "Wiener Maßnahmen greifen, Bund bei Lehrlingsausbildung säumig!"

Forderung nach Einrichtung eines Berufsausbildungsfonds

Wien (SPW-K) - "Wien setzt selbstverständlich laufend Maßnahmen für Jugendbeschäftigung - und diese Maßnahmen greifen", reagierte heute der Wiener SP-Klubchef Christian Oxonitsch auf Aussagen der Wiener ÖVP. "So investiert die Stadt Wien allein 2004/2005 insgesamt 11 Mio Euro in Ausbildung und Beratung und intensivierte Vermittlungs- und Auswahlaktivitäten für Jugendliche." ****

In die sogenannten JASG (Jugendausbildungssicherungsgesetz) -Lehrgänge pumpe die Stadt über den waff - den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds - insgesamt 7,2 Mio Euro:
"Besonders erfreulich ist hier die Erhöhung bei der TeilnehmerInnenzahl von 2.700 auf 3.600 - das sind 30 Prozent." Weiters habe man die Zahl der Lehrlings-Akquisiteure aufgestockt, den Personalfinder Akquise mit 1 Mio Euro und das Projekt "Jobs for Youth" des AMS unterstützt. Über den waff würden weiters unter anderem Projekte wie Amandas Matz, eine Berufsorientierung für Mädchen und junge Frauen, Technopool oder Matadita gefördert. In Vorbereitung für das kommende Jahr sei unter anderem der Ausbau der Finanzierung für das Nachholen von Hauptschulabschlüssen - "das wird vor allem auch Jugendlichen zugute kommen."

Insgesamt hätten die Wiener Maßnahmen seit Mai zu einem kontinuierlichen Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit in Wien geführt, unterstrich Oxonitsch. "Und der Rückgang in Wien ist signifikant höher als im Bundesdurchschnitt." Die ÖVP sei auch daran zu erinnern, "dass der Bund bei der Lehrlingsausbildung auslässt", so Oxonitsch. "So bildet der Bund derzeit nur rund 0,1 Prozent seines Personalstandes als Lehrlinge aus, die Stadt Wien hingegen jetzt schon 1,6 Prozent."

Wien leiste seinen Beitrag, während es von der ÖVP nur Lippenbekenntnisse gebe: "Das auf Initiative von Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder ins Leben gerufene Wiener Lehrlingsforum ist eine gute Initiative, um die Lösung der Probleme effektiv anzugehen. Wir fordern auch schon länger die Einrichtung eines Berufsausbildungsfonds, in den jene Betriebe, die nicht ausbilden, für die Lehrlingsausbildung in anderen Betrieben einzahlen." Statt zu lamentieren, sei die Wiener ÖVP aufgefordert, mitzuhelfen, den Lehrlingsfonds so rasch wie möglich zu realisieren, so Oxonitsch abschließend. (Schluss)

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