Hohe Wertschätzung gegenüber den Leistungen der Pensionsversicherungsanstalt

LH Haider und StS Haubner betonten soziale Reformnotwendigkeiten - Kärnten erstes Bundesland mit neuem PV-Haus

Klagenfurt (LPD) - Kärnten ist das erste Bundesland, in dem nach der Fusion der beiden Gruppen Arbeiter und Angestellte, heute, Freitag, eine neue Pensionsversicherungsanstalt (PV) eröffnet wurde. Die PV, Landesstelle Kärnten, betreut 170.000 Pflichtversicherte und 93.000 Pensionisten. Staatssekretärin Ursula Haubner und Landeshauptmann Jörg Haider fanden sich zur Eröffnung im neuen PV-Haus am Südbahngürtel 10 in Klagenfurt (Bahnhofsnähe) ein und gratulierten zu den umfassenden Strukturveränderungen und Leistungen der PV. Beide betonten die Notwendigkeit der nachhaltigen Sicherung der Sozialsysteme in Österreich, die Reformen seien überfällig gewesen. Mit der Pensionssicherungsreform und der Harmonisierung seien richtige Schritte gesetzt worden, so Haubner. Dass es noch viele Frauen über 60 Jahre gebe, die keine eigenständige Pension beziehen, sei nicht akzeptabel.

Haider erinnerte an seinen schon vor Jahrzehnten gestarteten zähen Kampf für eine Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalten, dessen Richtigkeit mit der Zusammenlegung bestätigt worden sei. Österreich habe mit den Reformen einen großen Schritt nach vorne gemacht. Allein der Blick nach Deutschland zeige dies, denn dort gebe es hohe Selbstbehalte während bei uns über Cents diskutiert werde. Österreich habe eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme, seine soziale Sicherheit sei gut organisiert. Große Konzerne wie Infineon würden nach Österreich und Kärnten kommen. Österreich könne optimistisch in die Zukunft blicken, so Haider. Mit den Reformen sei auch eine gesellschaftspolitische Weichenstellung verbunden, die eine ganz wesentliche Verbesserung für Frauen gebracht habe.

Jeder erwirtschaftete 7. Euro werde in die Alterssicherung investiert, erwähnte Haubner den hohen Stellenwert der Pension in Österreich. Mit der Sicherung der Systeme hätte noch früher begonnen werden sollen. Nun sei es wichtig, auch den jungen Menschen eine Aussicht auf eine gerechte Alterssicherung zu geben. Die Zusammenlegung der Versicherungsanstalten zur PV sei mit einem Volumen von 20 Mrd. Euro eine der größten und erfolgreichsten Fusionen gewesen, so Haubner.

PV-Generaldirektor Ewald Wetscherek bedauerte, dass in Europa inhaltliche soziale Gestaltungsregeln fehlen würden. Eine gediegene soziale Sicherheit sollte ein Standortvorteil in Europa sein. PV-Obmann Karl Haas erwähnte die PV-internen Verbesserungen wie die Erstellung eines Leitbildes und die Vereinheitlichung der EDV-Systeme. Die Segnung des neuen Gebäudes, das von der PV gemietet wurde, nahmen Generalvikar Gerhard Kalidz und Superintendent Manfred Sauer vor. Das Adamas-Quartett umrahmte die Eröffnungsfeier musikalisch. Weitere Teilnehmer waren Landesrätin Gaby Schaunig, AK-Präsident Günther Goach, Leopold Sever (Wirtschaftskammer), Stadtrat Walter Zwick und Landesgerichtspräsident Reinhard Schmoliner.
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