Sportsymposium im Wiener Rathaus am 11. November 2004

Bisherige Bilanz der Aktion "Bewegung findet Stadt" sehr positiv

Wien (OTS) - Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin Grete Laska zeigte sich beim Symposium mit der Bilanz der vergangenen Jahre zufrieden. "Rund 300.000 WienerInnen konnten in den vergangenen vier Jahren mit der Aktion "Bewegung findet Stadt" zum aktiven Sport gebracht werden. Eine Zahl mit der ich zufrieden bin, aber es sind noch zu wenige. Es sollte das Ziel sein, noch 30% von den potenziellen Sportinteressierten in enger Zusammenarbeit mit Dachverbänden, Verbänden, Vereinen und mit dem Angebot der Stadt dazuzugewinnen," sagt Vizebürgermeisterin Grete Laska.
Das Potenzial ist vorhanden, denn rund 60% der Bevölkerung sind sportlich inaktiv, hier gilt es, die Motivation zur Bewegung zu wecken.

"tennis4kids" ein Vorzeigebeispiel bei der Nachhaltigkeit

Die Schulaktion "tennis4kids", von der Stadt Wien gemeinsam mit Michi Ebert, Alex Antonitsch, dem Wiener Tennisverband und den Wiener Tennisschulen ins Leben gerufen, geht mit gutem Beispiel voran. 1.400 Volksschüler aus 23 Schulen werden mit speziell geschulten TrainerInnen im Rahmen des Turnunterrichts professionell betreut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, Jahr für Jahr können so rund 30% der teilnehmenden Kinder für weiterführende Trainingseinheiten gewonnen werden. Diese Nachhaltigkeit sollte auch in anderen Bereichen erzielt werden. Das ist auch die Herausforderung für die Zukunft. Allerdings darf man hier auch nicht außer acht lassen, dass sich das Freizeitverhalten und die Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten, gewandelt haben. Doch je wichtiger der Sport in einer Gesellschaft ist, desto größer ist die Sportidentität bei den Menschen. Darüber hinaus dient die Förderung von Sport und Bewegung als Teil des Lebensstils in einem modernen Gesundheits- und Sozialsystem nicht nur der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens, sondern hilft auch volkswirtschaftlich Kosten zu sparen.

Bewegung und Sport in den Wiener Schulen

Studien zeigen, dass Kinder in Großstädten gegenüber Kindern in ländlicher Umgebung an Bewegungsmangel leiden. Daher kommt gerade für Wien als Millionenmetropole der Bewegung und dem Sport in den Schulen eine besondere Bedeutung zu. Gemeinsam mit dem Stadtschulrat für Wien gibt es zahlreiche Aktionen, Projekte und Schulwettkämpfe, um SchülerInnen für Bewegung zu begeistern. "Bewegtes Lernen" in der Grundschule, Schulsportwettkämpfe für alle Altersgruppen in verschiedensten Sportarten, an denen heuer über 37.000 SchülerInnen teilgenommen haben und "Athletics light", wo bei spielerischen Leichtathletikbewerben in diesem Jahr über 22.000 Kids mitgemacht haben, sind gute Beispiele.

Zukunftsweisende Initiativen, um sportliche Begeisterung zu steigern

Für Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin Grete Laska sind einige Punkte für die Zukunft entscheidend. Der Sport muss noch mehr zum Thema gemacht werden. Durch Vorbildwirkung sollen noch mehr Erwachsene, aber vor allem auch Kinder zur Bewegung gebracht werden. Die Nachhaltigkeit von Großveranstaltungen muss verstärkt werden, das Beispiel "Athletics light" zeigt vor, dass man mit einer guten Nachbetreuung viel erreichen kann. Hier sind alle Institutionen, Dachverbände, Verbände, Vereine etc. aufgefordert noch enger zusammenzuarbeiten. Ein wichtiger Punkt ist auch das Bewusstsein für den eigenen Körper zu wecken und die Verbindung zwischen sportlicher Betätigung und eigener Gesundheit herzustellen. Eine Studie von Univ. Prof. Mag. Dr. Otmar Weiß von der Universität Wien - Zentrum für Sportwissenschaft - zeigt die Wichtigkeit der Sportausübung. Den Sportunfallfolgekosten von jährlich 302 Millionen Euro stehen vermiedene Krankheitsfolgekosten von 567 Millionen Euro gegenüber. Schafft man es nun von den 60% der Inaktiven nur die Hälfte von der Wichtigkeit von Bewegung für das eigenen Wohlbefinden zu überzeugen, gäbe es ein Einsparungspotenzial von weiteren 850 Millionen Euro. "Das ist doch eine gute Botschaft zur laufenden Diskussion der Finanzierung unseres Gesundheitssystems," schloss Laska. (Schluss) mak

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