Silhavy: Regierung bestätigt Verluste von 20 Prozent bei Korridorpensionen

Mit Verlusten aus 2003 "Pensionen 30 Prozent niedriger"

Wien (SK) Empört zeigte sich SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst über "die hohen Kürzungen, die die Regierung bei den Pensionen im Pensionskorridor der Bevölkerung zumutet". Erstmals bestätige eine Unterlage der Regierung die von der SPÖ immer behaupteten, von Volkspartei und Freiheitlichen bislang jedoch dementierten Pensionskürzungen von bis zu 20 Prozent gegenüber 2003. In den abschließenden parlamentarischen Beratungen der "Pensionsharmonisierung" habe Sozialminister Haupt Unterlagen mit Fallbeispielen verteilen lassen, die "die Kritik der SPÖ vollinhaltlich bestätigt", so Silhavy. Rechnet man die Verluste durch die Pensionsreform 2003 hinzu, "haben Arbeitnehmer, die in rund zehn Jahren in Pension gehen, um 30 Prozent weniger im Börsel als sie erwartet hatten". Die SPÖ-Abgeordnete erstaunt vor allem, "dass ÖVP und FPÖ nicht einmal mehr versuchen, die katastrophalen Auswirkungen ihrer Pläne zu verschleiern". ****

Silhavy zitiert ein Fallbeispiel aus Haupts Unterlage: Ein heute 50-Jähriger Arbeitnehmer geht im Jahr 2016 nach 45 Versicherungsjahren im Alter von 62 Jahren in Pension. Auf Basis seines Einkommens hätte der Mann vor dem Korridor-Abschlag eine Pension von 1.222 Euro erhalten. Nach diesem Abschlag bleiben ihm 1.068 Euro und ein Gesamtverlust zur Rechtslage 2003 von 19,6 Prozent. "Dieses Beispiel entspricht unseren Berechnungen. Die Regierung bestätigt die gewaltigen Kürzungen, vor allem für heute rund 50-Jährige, durch ihre verantwortungslose Politik. Wir werden diese mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen", schloss Silhavy. (Schluss) wf/mp

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