APA OTS Politikportalanalyse: Tauziehen um das Geld für die Gesundheitsreform

Wien/Innsbruck (OTS) - Das Ringen um die Finanzierung des Gesundheitspaketes war eines der medialen Top-Themen der aktuellen Untersuchungswoche (5. bis 11. November 2004). An der Spitze des von MediaWatch im Auftrag von APA OTS wöchentlich erstellten Top-30 Politikerrankings steht Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Platz zwei belegt der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, auf Rang drei liegt Innenminister Ernst Strasser. Im Parteienranking führt die ÖVP vor SPÖ und FPÖ, zudem sind drei Verbändevertreter in der Wertung.

Obwohl die Gesundheitsreform noch heuer beschlossen werden soll und der Finanzausgleich unterschriftsreif vorliegt, hängen beide Projekte derzeit noch etwas in der Luft. Die Koalitionsparteien ringen um eine Einigung auf das Gesundheitspaket für Länder und Sozialversicherungen. Das Tauziehen um Beitragserhöhungen - das nun beendet scheint - bestimmte die innenpolitische Berichterstattung der österreichischen Tageszeitungen in der aktuellen Untersuchungswoche.

Auf Platz eins des Top-30 Politikerrankings steht Bundeskanzler Wolfgang Schüssel mit 407 Nennungen. Schüssel führte die Verhandlungen der Koalitionspartner um die Finanzierung des Gesundheitspaketes. Auch seine Gegenspieler Herbert Scheibner (Rang 10 / 125 Nennungen) und Ursula Haubner (Rang 23 / 61 Nennungen) sind ebenso wie Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (Rang sechs / 190 Nennungen) in der Top-30 Wertung vertreten.

An zweiter Position im Ranking der dreißig meist genannten PolitikerInnen in Österreichs Tageszeitungen liegt der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (402 Nennungen). Die von Haider im Zuge der Diskussionen um die Finanzierung der Gesundheitsreform geborene Idee, die Arbeiterkammer-Umlage zu reduzieren bzw. einzufrieren, sorgte für große Aufregung. Bundespräsident Heinz Fischer (Rang 11 / 124 Nennungen) eilte AK-Präsident Herbert Tumpel (Rang 30 / 46 Nennungen) zu Hilfe, auch die Spitzen von Wirtschaftskammer und ÖGB -Christoph Leitl (Rang 12 / 117 Nennungen) und Fritz Verzetnitsch (Rang 14 / 101 Nennungen) - sprachen sich gegen einen Eingriff in die Autonomie der Sozialpartner aus. Leitl und Verzetnitsch waren in der aktuellen Untersuchungswoche zudem mit Berichten zum BA-CA-Konflikt und zum Siemens-Einstieg bei VA-Tech medial präsent.

Ein weiters mediales Top-Thema war die Asyl-Debatte. Auf der Landeshauptleute-Konferenz konnte sich Innenminister Ernst Strasser (Rang drei / 256 Nennungen) mit den Landeschefs nur auf weitere Verhandlungen einigen; Haider kündigte gar den Austritt Kärntens aus der Bund-Länder-Vereinbarung an.

Im Parteiranking der aktuellen Untersuchungswoche führt diesmal wieder die ÖVP mit 12 Vertretern. An zweiter Stelle befindet sich die SPÖ mit sieben Akteuren, die FPÖ folgt mit fünf Repräsentanten. Die Grünen konnten in dieser Woche keinen ihrer Politiker in den Top-30 platzieren. Neben den parteilosen Politikern BM Karl-Heinz Grasser, BP Heinz Fischer und BM Karin Miklautsch sind im Ranking noch die Verbändevertreter Christoph Leitl (WK), Fritz Verzetnitsch (ÖGB) und Herbert Tumpel (AK) vertreten.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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