OECD lobt Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Gutes Zeugnis für erfolgreichen Reformprozess

Wien (OTS) - OECD stellt Österreich ein gutes Zeugnis für den mehrjährigen, erfolgreichen Reformprozess seiner Entwicklungszusammenarbeit aus. Besonders positiv bewertet wird das neue Gesetz über Entwicklungszusammenarbeit und die Gründung der Austrian Development Agency, die seit Jänner 2004 für die Umsetzung aller Programme und Entwicklungsprojekte sorgt. Begrüßt wird auch die Bestrebung Österreichs, sich stärker auf Südosteuropa zu konzentrieren.

Beste Bewertung seit 20 Jahren

In seinem aktuell vorliegenden Prüfbericht lobt der OECD-Entwicklungshilfeausschuss (DAC) die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ausdrücklich für ihre gelungene Schwerpunktsetzung, zukunftsweisende Reformen und das umfassende Bekenntnis zur Armutsverringerung und zur Erreichung der internationalen Entwicklungsziele. Weiters wurden die Verbesserungen in der statistischen Erfassung der österreichischen Leistungen positiv hervorgestrichen. Für Botschafter Dr. Georg Lennkh, Leiter der Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit im Außenministerium, zeigt der positive OECD-Prüfbericht, "dass Österreich mit seiner Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit den richtigen Weg geht." Auch in Hinsicht auf nachbarschaftliche Beziehungen war die diesjährige OECD-Prüfung eine Premiere: Mit Tschechien nahm zum ersten Mal ein osteuropäisches Land an der Überprüfung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit teil. Dem Nachbarland sollte dadurch die Gelegenheit geboten werden, sich auf die OECD-Standards der Entwicklungszusammenarbeit vorzubereiten.

Gute Aussichten für die Zukunft

Auch für die Zukunft der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit zeichnet der DAC-Bericht ein erfreuliches Bild, weil sich die österreichische Bundesregierung zum EU-Ziel bekennt, das Budget für Entwicklungszusammenarbeit bis 2006 auf 0,33 % des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Um dieses Budgetziel zu erreichen, wird Österreich aber empfohlen, eine klare Strategie zu definieren. "Langfristige Finanzplanung ist notwendig, um die österreichische Hilfe vorhersehbarer zu gestalten", so die Autoren des DAC-Berichts. In diesem Zusammenhang müsse auch auf die Mobilisierung der öffentlichen Unterstützung gesetzt werden. Die neu gegründete Austrian Development Agency bietet laut DAC-Bericht neue Chancen und Herausforderungen und stärkt die Rolle des Außenministeriums in der Koordination aller österreichischen Entwicklungsaktivitäten. Die Prüfer streichen auch hervor, dass Österreichs Unterstützung der lokalen Zivilgesellschaft von den Partnerländern geschätzt wird und ermutigt, auch den Dialog mit den Partnerregierungen weiterzuführen und zu verstärken.

Starker Einsatz für Südosteuropa

Besonders hervorgehoben wird vom DAC der österreichische Einsatz für die Entwicklung der Staaten Südosteuropas und ihre Heranführung an die EU. Die Prüfer empfehlen Österreich, den Dialog mit den Partnerländern in Südosteuropa noch zu intensivieren. "Diese Anregung der OECD werden wir gerne aufnehmen", so Botschafter Lennkh, "die Österreichische Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit wird ihre Stärken weiter ausbauen und vor allem in der Zusammenarbeit mit den Ländern Südosteuropas ihre komparativen Vorteile nützen."

Deutliche Verbesserung gegenüber Prüfbericht 1999

Die letzte Prüfung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit durch den DAC fand im Jahr 1999 statt. Damals wurde zwar die Konzentration der österreichischen Hilfe auf ausgewählte Partnerländer, die Schwerpunktsetzung auf Querschnittsthemen und die dezentralisierte Projektkoordination durch Regionalbüros als erfolgreiche Strategie bewertet, dennoch kritisierte der DAC 1999 die relativ große Zahl von Partnerländern, die begrenzte Anzahl von Länder- und Sektorstrategien und die Personalsituation. "Mit der Gründung der Austrian Development Agency und mit dem neuen 3-Jahresprogramm der Österreichischen Entwicklungspolitik ist es uns gelungen, diese Probleme zu lösen", so Botschafter Lennkh. Der OECD-Entwicklungshilfeausschuss (DAC) prüft in regelmäßigen Abständen die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit seiner Mitglieder. Durch Koordination und Qualitätssicherung soll die öffentliche Entwicklungshilfe der OECD-Länder besser aufeinander abgestimmt und effizienter werden. Die diesjährige Prüfung erfolgte durch Finnland und Deutschland, die dabei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DAC-Sekretariates unterstützt wurden.
Austria: DAC Peer Review. Main Findings and Recommendations.
http://www.oecd.org/document/17/0,2340,en_2649_33721_33887057_1_1_1_1
,00.html

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