Wiener ÖAAB fordert Einführung eines kostenlosen Kindergartenjahres

Integration und späterer Einstieg in die Arbeitswelt würden deutlich erleichtert werden

(Wien, 12.11.2004) "Wenn es uns mit der Chancengleichheit und der Integration wirklich ernst ist, dann muss in Wien das kostenlose letzte Kindergartenjahr endlich eingeführt werden", erklärte heute der Wiener ÖAAB-Landesgeschäftsführer und Wiener AK-Vorstandsmitglied, Alfred HOCH, im Vorfeld der 141. Vollversammlung der Wiener AK.

Kritikpunkte sind, so HOCH, die vorherrschenden Mängel bei der Wiener Kinderbetreuung und die extrem hohen Kindergartenkosten. "Wegen der hohen Kindergartenbeiträge ist die Wiener Betreuungsquote im letzten Jahr vor dem Schuleintritt die niedrigste in ganz Österreich. So besuchen nur sehr wenige Kinder von Migranten einen Kindergarten", so HOCH,

Mit Einführung des kostenlosen Kindergartenjahres würde, so HOCH, eine entscheidende soziale Barriere beseitigt werden. "Viele Familien, die es sich im Moment einfach nicht leisten können, ihr Kind in diese Einrichtung zu schicken, könnten dieses pädagogisch so wichtige Angebot endlich in Anspruch nehmen. Zudem würde vielen Frauen der Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtert werden", so HOCH, der auch vom integrativen Erfolg dieser Maßnahme überzeugt ist:
"Sprache ist bekanntlich ein entscheidender Schlüssel für alle Lebensbereiche, zudem erleichtert ein früher spielerischer Sprachunterricht Migrantenkindern nachweislich den Einstieg in das Schulleben". Viele Probleme bei der Integration und dem Lernerfolg könnten dadurch vermieden werden.

Utl: FSG lehnt zum wiederholten Male die ÖAAB-Forderung nach Tarifsenkung bei den Wiener Linien ab

Weitere Anträge der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" betreffen die Forderung nach Lehrlingsverbünden, den Kampf gegen das Schwarzunternehmertum, die Besteuerung von elektrischer Energie sowie die Forderung nach einer Tarifsenkung bei den Wiener Linien. Diese Forderung wurde in den Vorgesprächen seitens der FSG zum wiederholten Male abgelehnt. "Dies zeigt uns, dass noch viel Überzeugungsarbeit bei der FSG notwendig ist, wenn es darum geht, Akzente für eine Entlastung für Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu setzen", so Hoch abschließend.

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