Kranzl über den Verkauf von rezeptgebührenfreien Arzneimitteln in DM Märkten!

Medikamentenabgabe sollte zum Schutz der KonsumentenInnen bei Fachexperten bleiben

St. Pölten (SPI) - Die kürzlich von der DM-Marktkette aufgestellte Forderung, Arzneimittel ohne Gebührenpflicht zukünftig in ihren Märkten abgeben zu wollen, hat zu reger Diskussion geführt. Dazu die in NÖ für Konsumentenschutz zuständige Landesrätin Christa Kranzl:
"Arzneimittel können nicht wie Lebensmittel oder Duschgels angeboten werden, sie haben Wirkung und Nebenwirkung, eine qualifizierte Beratung ist unumgänglich. Diese wird von den in Österreich bestehenden 1.170 öffentlichen Apotheken (NÖ: 210) gewährleistet, 4.500 ApothekerInnen mit abgeschlossenen Pharmazie - Studium (NÖ:
700) und ca. 12.300 MitarbeiterInnen (NÖ:3.000) stehen den KonsumentenInnen tagtäglich beratend zur Seite. Eine Liberalisierung in diesem sensiblen Bereich halte ich zum Schutz der KonsumentenInnen für nicht zielführend.****

Aus berechtigten Gründen, z.Bsp. wegen Medikamentenmissbrauchs, schreibt der Gesetzgeber vor, dass Medikamente in Österreich grundsätzlich nur über Apotheken bzw. Hausapothekenführende Ärzte abgegeben werden dürfen. Der Vorstoß der Drogeriemarktkette-DM würde einen Verkauf von Arzneimitteln über den nicht pharmazeutisch ausgebildeten Einzelhändler bedeuten. Expertenmeinungen zufolge soll auch das rezeptgebührenfreie Medikament ASPIRIN nicht unkontrolliert eingenommen werden, in Kombination mit z. Bsp. einen Blutverdünnungspräparat könnte die Einnahme gefährlich enden. Als Beispiel für fehlende apothekerliche Beratung nennt der Präsident der NÖ Apothekerkammer Mag. Werner Luks den amerikanischen "Lipobay-Skandal"- ein cholesterinsenkendes Präparat führte in Kombination mit außerhalb von Apotheken erhältlichen Medikamenten zu Todesfällen. In den USA sterben 15.000 Personen jährlich an den Folgen von unsachgemäßer Einnahme einfacher Schmerzmittel.

"Bei Medikamenten muss die Gesundheit des Einzelnen im Vordergrund stehen und nicht die Umsatzzahl. Nur in unseren Apotheken werden KonsumentenInnen von hochqualifizierten Pharmazeuten mit abgeschlossenem Hochschulstudium beraten, welche die Verantwortung für die Sicherheit und die richtige Einnahme von Arzneimitteln übernehmen", so Konsumentenschutzlandesrätin Christa Kranzl. (Schluss) as

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Alois Schroll
Pressereferent LR Christa Kranzl
Tel.: 0664/ 8304307

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