Heinisch-Hosek: Für Tierschutz mehr Geld vorhanden als für Frauen

Wien (SK) SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek bezeichnete in ihrer Rede am Donnerstag die Tatsache, dass für Tierschutz mehr Geld zur Verfügung steht als für Frauen, als befremdend und unangenehm. Für Heinisch-Hosek würden Frauen erneut zu Verlierern der geplanten Gesundheitsreform der Regierung. "Frauen sind mehrfach benachteiligt, auch durch die Pensionsharmonisierung müssen Frauen mit Verlusten rechnen", kritisierte Heinisch-Hosek die Maßnahmen der Bundesregierung.****

Besonders dramatisch ist für die SPÖ-Frauensprecherin die Situation von Frauen im Beruf, denn die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen klaffe weit auseinander. "Ein Budget von 3,5 Millionen Euro stellt keine nachhaltige Sicherung dar", erklärte Heinisch-Hosek und bedankte sich gleichzeitig herzlich bei all jenen, die bei Frauen- und Mädchenprojekten mitarbeiten. "Mehr als mich zu bedanken kann ich nicht tun, ich kann nicht mehr Geld herbeizaubern", bedauerte Heinisch-Hosek.

Als "eine Geschmacklosigkeit, die man in Worten gar nicht ausdrücken kann", betitelte die SPÖ-Frauensprecherin den Sachverhalt, dass für die Erhaltung einer Schweinedatenbank drei Millionen Euro zur Verfügung stehen würden und auch für die Errichtung einer Schaf-und Ziegendatenbank 1,8 Millionen Euro vorgesehen wären. Für Frauen-und Mädchenprojekte sind 3,5 Millionen Euro vorgesehen. "Schon jetzt, 2004, wurden Projekte abgelehnt", erklärte Heinisch-Hosek und auch bei der Aufstockung um 400.000 Euro aus dem Wirtschaftsministerium handle es sich um keine Erhöhung. Auch die Tatsache, dass in allen schriftlichen Antworten der Bundesministerin die Gemeinsamkeit zu finden sei, dass im Bereich "Geld" von "vorbehaltlich budgetärer Deckbarkeit" die Rede sei, vermittle ein Gefühl der Unsicherheit.

Die SPÖ-Frauensprecherin ist für Frauensolidarität, "aber für echte Solidarität, die hilft". Denn zwei Drittel der Frauen profitiere nicht von der Steuerreform, "aber alle Frauen zahlen höhere Beiträge", bedauerte Heinisch-Hosek und bezeichnete abschließend "die Geringschätzung von 52 Prozent der Bevölkerung schlichtweg für skandalös."(Schluss) sf

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