Scheuch: Das Auseinanderdividieren der Bauern ist der falsche Ansatz

Bedenkliche Entwicklungen in der Landwirtschaft - Einkommensverlust der Bauern im Jahr 2003 um vier Prozent

Wien, 2004-11-11 (fpd) - FPÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch, Agrarvertreter und Agrarsprecher der Freiheitlichen, dankte im Zuge der heutigen Budgetdebatte all jenen, "die die Landwirtschaft fernab der Parteipolitik vertreten." Auch an die heimischen Bäuerinnen und Bauern richtete er den Dank, die "im Endeffekt die tatsächliche Arbeit leisten und dafür sorgen, dass wir ein funktionierendes System innerhalb der Landwirtschaft haben." Den Grünen warf Scheuch vor, "einen Klassenkampf zwischen Bauern und Bauern" zu forcieren. Das Auseinanderdividieren der Bauern sei der falsche Ansatz. *****

Bezug nehmend auf den Grünen Bericht sagte Scheuch, dass es bedenkliche Entwicklungen in der Landwirtschaft gebe und nannte den Einkommensverlust der Bauern im Jahr 2003 um vier Prozent als Beispiel. Man müsse bessere Rahmenbedingungen für die Bauern schaffen. Mit dem vorliegenden Budget werde gewährleistet, "dass die Bauern auch weiterhin einen wesentlichen Beitrag an der Gesellschaft, an der Umwelt, an den verschiedensten Wirtschaftszweigen leisten können". Die Beiträge der fast 200.000 Bauern für die Umwelt, die Gesellschaft und den Tourismus gelte es zu honorieren. Für Scheuch stellt sich nicht die Frage, ob der einzelne "Kürbisbauer oder Körndlbauer" mehr oder weniger bekomme, sondern es gehe darum, "zigtausende dezentrale Arbeitsplätze" in den Regionen zu erhalten "Es geht darum, dass wir die Arbeitsplätze in den Regionen erhalten, wo wir sie brauchen."

Scheuch sprach auch die nicht genutzten Ressourcen in der Forstwirtschaft an. "Wenn wir es schaffen würden, die beinahe 10 Mio. Erntefestmeter, die jährlich nicht genutzt werden - täglich wachsen in Österreich 21 Hektar Wald mehr zu - endlich zu verwerten und den hohen Import aus Drittstaaten zu reduzieren, wäre das ein guter Ansatz. Holz als Energieträger und ökologischer Baustoff in den verschiedensten Bereichen könnte im ländlichen Raum bis zu 10 000 Arbeitsplätze schaffen, meinte Scheuch abschließend.

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