Walther: Fördergerechtigkeit ist im ländlichen Raum nicht gegeben

Wimmer: "Pröll soll sich gegen räuberische Tendenzen Grassers wehren"

Wien (SK) Heftige Kritik am Landwirtschaftsbudget übte SPÖ-Abgeordnete Heidrun Walther am Donnerstag im Nationalrat: "Die Verteilungsgerechtigkeit stimmt überhaupt nicht." Besonders kleine Bauern, die für die Wirtschaft des ländlichen Raums und den Tourismus wichtig sind, seien davon betroffen, so Walther. Als "grotesk" bezeichnete SPÖ-Abgeordneter Rainer Wimmer Minister Prölls Dank an den Finanzminister dafür, dass dieser den österreichischen Bundesforsten 100 Millionen Euro wegnehme. Er forderte Pröll in dessen Eigenschaft als oberster Eigentümervertreter der Bundesforste auf, sich endlich gegen diese "räuberischen Tendenzen" des Finanzministers zu stellen. ****

Walther skizzierte anhand von Zahlen die aktuelle Situation:
84 Prozent der Landwirte bekommen 16 Prozent der Mittel, bei Getreide- und Maisbauern beträgt der Anteil der Fördergelder 94 Prozent des Einkommens, bei den Bergbauernbetrieben mit extremer Erschwernis, der Gruppe vier, beträgt der Anteil nur 56 Prozent. "Das haben sich die hart arbeitenden Bäuerinnen und Bauern wirklich nicht verdient", kritisierte Walther. Die SPÖ setze sich für die Förderung von Bergbauernbetrieben und die betriebliche Absicherung von Biobetrieben ein, betonte Walther und forderte für den ländlichen Raum eine Förderung der Bioenergie im kommunalen Rahmen.

Wimmer bezeichnete die Situation bei den Bundesforsten als "vollkommen verrückt", denn diese hätten die 100 Millionen Euro nicht zur Verfügung, sondern müssten sie in Form von Krediten aufnehmen. Wimmer kritisierte außerdem eine offensichtlich geplante Zusammenlegung der forstlichen Ausbildungsstätten Ossiach und Gmunden. (Schluss) sk

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