Mainoni: Bilaterales Abkommen mit marokkanischem Minister für Industrie und Handel

Ergiebiges Arbeitsgespräch mit Minister Salah Eddine Mezouar

Wien(BMVIT/STS Mainoni) (OTS) - Vor dem Hintergrund des ersten offiziellen Ministertreffens zwischen Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni und dem marokkanischem Minister für Industrie und Handel Salah Eddine Mezouar wurde gestern in Wien ein Rahmenplan für die Verbesserung der internationalen Beziehung zwischen Österreich und Marokko im Bereich Infrastruktur beschlossen.

"Wir Österreicher kennen Marokko großteils von touristischer Seite als geschichtsträchtiges, klimatisch optimales und geographisch interessantes Urlaubsland, ich war erstaunt über die Ausführungen meines Amtskollegen, was die Investitionssummen Marokkos im Infrastrukturbereich betrifft", betonte Mainoni am Rande des Treffens in Wien."Allein 8 Milliarden USD werden in die nationale Infrastruktur investitiert, 1,2 Milliarden USD in ein konkretes Hafenprojekt, als Drehscheibe zwischen dem südlichen Mittelmeerraum und Europa", so Mainoni.

Auffallend sei die Hinwendung Marokkos Richtung Zentraleuropa, welche laut Minister Mezouar dringend nötig sei, dies auch im Hinblick des im vergangenem Jahr abgeschlossenen Assoziationsabkommens zwischen Marokko und der EU, das demnächst in Kraft treten solle.

Weiters erläuterte Minister Mezouar die Vorhaben der marokkanischen Regierung; dies sei vor allem der Bereich Infrastruktur, speziell der Ausbau der nationalen Autobahnen. Geplant seien 100km Autobahnbau im Jahr und die Verdoppelung der Eisenbahninfrastruktur. Dabei erwähnte der marokkanischen Industrieminister die bereits aktiv tätigen österreichischen Firmen in Marokko, vor allem in den Bereichen Holz, Nahrungsmittel und Medikamenten sowie den Transport dieser.

Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche zwischen den beiden Regierungsmitglieder war dem Mautsystem gewidmet. So verwies Mezouar auf das bestehende Mautsystem auf allen Autobahnen Marokkos, zeigte aber großes Interesse am gutfunktionierenden österreichischen, elektronischen Mautsystem.

Ziel des internationalen Treffens war ein bilaterales Eisenbahnkooperationsabkommen, um die bereist bestehenden Wirtschaftskontakte in diesem Bereich zu institutionalisieren. Weiters wurde die Inkraftsetzung einer Arbeitsgruppe betreffend Luftfahrt Verkehrssicherheit, Verkehrstelematik und Verkehrssignalisierung beschlossen.

"Marokko verzeichnet ein jährliches Wachstum von 16% bei neuen Technologien und Forschung sowie am Aeronautiksektor und in der Telekommunikation", zeigte sich der österreichische Forschungsstaatssekretär interessiert.

"Außerdem sollen laut Minister Mezouar 36 000 ha Land in Marokko liberalisiert und für private Investoren vor allem auf dem Landwirtschafts- und Nahrungsmittelsektor zur Verfügung gestellt werden", so der Staatssekretär.

"Was den Bereich Tourismus betrifft, werde es seitens der marokkanischen Regierung konkrete Strategien für den Tourismus entwickelt, eine bilaterale Kooperation im Bereich Ökotourismus angestrebt und an der Liberalisierung der Charterflüge gearbeitet.

Bis zum Jahr 2010 sollen demnach 10 Millionen Touristen im Jahr Marokko besuchen", schloss Mainoni. (Schluss) bxf

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