VP-Neuhuber: Rasche Entscheidung über Nutzung des Gerichtsgebäudes Riemergasse erforderlich

Schleichende Verwahrlosung dieses Viertels ist zu befürchten

Wien (VP-Klub): "Durch den Umzug des Handelsgerichts im September 2003 in den neuen Büroturm in Wien-Mitte wurde dem Viertel quasi über Nacht der Motor und insbesondere der Frequenzbringer für die Geschäftswelt entzogen. Ein Jahr nach dem Auszug haben bereits viele Geschäftsleute frustriert das Handtuch geworfen. Eine schleichende Verwahrlosung dieses Grätzels wird die Folge sein", befürchtet der Planungssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Alexander Neuhuber heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bezirksvorsteher des 1. Bezirks Franz Grundwalt.

Die BIG verschleppt Entscheidungen und ruiniert Geschäftsleute

"Schon vor 2 Jahren hat die ÖVP Innere Stadt bei der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) als Eigentümer des ehem. Gerichtsgebäudes - ein Bau mit immerhin 18.500m2 Nutzfläche - um eine rasche Lösung in Bezug auf die Nachnutzungsfrage gebeten. Trotz wiederholtem Drängen hat die BIG bis heute keine Entscheidung getroffen", so Grundwalt.
"Das stellt eine unverantwortliche Verschleppung der dringlich notwendigen Entscheidung dar, die den Ruin vieler Geschäftsleute bedeutet. Und ich kann der BIG den Vorwurf, für die schleichende Verödung des Grätzels Riemergasse verantwortlich zu sein, nicht ersparen", ergänzt Neuhuber.

Diverse Konzepte zur Nachnutzung

Die BIG hat eine Studie über die Verwendung des Gebäudes für Wohnzwecke, Büros oder Hotelnutzung erstellen lassen. Im Fall Riemergasse wollte man erstmals eine neue Form eines Joint-Ventures -einer gemeinschaftlichen Immobilienentwicklung mit einem privaten Investor - versuchen. Eine derartige Vorgangsweise wäre begrüßenswert, sollte aber keinesfalls dazu führen, dass es zu den eben auftretenden Verzögerungen kommt.

Ebenso wird eine universitäre Nutzung des Gebäude überlegt. Ganz im Sinne des Bezirks aber wäre eine Wohnnutzung , da gerade der 1.Bezirk darauf bedacht ist, nicht weiter Bewohner zu verlieren, sondern zusätzlich anzusiedeln.

"Wir können und wollen nicht länger warten! Die BIG und das Bildungsministerium müssen eine Entscheidung treffen! Und sollte die Uni Variante ausscheiden, so ist das Gebäude raschest möglich zu privatisieren, mit der Auflage an den Erwerber, dass binnen sechs Monaten mit dem Umbau zu beginnen ist", fordert Bezirksvorsteher Grundwalt abschließend.

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