Gaßner: Schwarzblaue Regierung zerstört den ländlichen Raum

Binder: Frauenförderung im ländlichen Raum muss Priorität haben

Wien (SK) "Die kleinen Bauern sterben weg. Der ländliche Raum wird von der schwarz-blauen Bundesregierung ausgehöhlt - von den Postämtern bis zur Landwirtschaft", so der SPÖ-Sprecher für kommunale Angelegenheiten, Kurt Gaßner, am Donnerstag im Nationalrat. Gaßner kritisierte, dass die Regierung und der Minister ihrem Motto: "Hin zu den Großen, weg von den Kleinen" treu bleiben würden. Die SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder unterstrich die Notwendigkeit der Förderung von Frauen im ländlichen Bereich. Binder betonte die Wichtigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln, ausreichenden Kinderbetreuungsplätzen und einem Aus- und Weiterbildungsangebot für Frauen. "Die Frauen in den ländlichen Gebieten brauchen die Unterstützung der Politik und Frauenförderung sollte absolute Priorität haben", sagte Binder. ****

Gaßner ging auf eine Anfragenbeantwortung des Ministers ein, der zwar eingestanden hatte, dass 2,4 Prozent der Mittel in nichtlandwirtschaftliche Großbauernförderung gehe, dass er allerdings nichts über die einzelnen, konkreten Maßnahmen sagen könne. "Ich behaupte, die Regierung bleibt ihrem Motto 'Hin zu den Großen, weg von den Kleinen' treu. Damit wird der ländliche Raum zerstört, weil dieser von den kleinen Bauern gestaltet wird", sagte Gaßner. Wenn der Nachhaltigkeitsbericht des Ministeriums davon spreche, dass der ländliche Raum auch "Wohn- und Wirtschaftsraum" für eine große Zahl der Bevölkerung sei, dann müsse man feststellen: "Pröll soll auch etwas für die dort lebenden Menschen und nicht nur für die Großbauern tun", so Gaßner.

Binder betonte, dass die Verteilung der budgetierten und vorhandenen Mittel besonders wichtig sei. "Für uns als Sozialdemokraten ist die Verteilungsgerechtigkeit besonders wichtig", so Binder. Die Frauen im ländlichen Bereich, sowohl die Bäuerinnen, als auch die Frauen, die nicht in landwirtschaftlichen Betrieben tätig seien, seien von großen Probleme betroffen, so Binder. Die SPÖ-Abgeordnete verwies besonders auf die Wichtigkeit des öffentlichen Verkehrsnetzes, einer flächendeckenden Kinderbetreuung und einem Angebot an Aus- und Weiterbildung für Frauen. "Die Frauen in den ländlichen Gebieten brauchen die Unterstützung der Politik und Frauenförderung sollte absolute Priorität haben", so Binder, die abschließend das Motto einer Lungauer Fraueninitiative zitierte:
"Sitzt die Bäuerin am Computer, rührt halt der Bauer die Butter." (Schluss) js

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