JAKOB AUER: NAHVERSORGUNG IM LÄNDLICHEN RAUM BRAUCHT UNTERSTÜTZUNG

Wien, 11. November 2004 (ÖVP-PK) Für den ÖVP-Abgeordneten Jakob Auer ist "Landwirtschaft nichts anderes als Wirtschaft am Lande." Daher sei es auch "ganz natürlich", dass mit der Größe eines Landwirtschaftsbetriebes auch deren Förderungshöhe steigt. "Oder bekommen etwa die VOEST oder BMW die gleichen Wirtschaftsförderungen wie ein kleiner Wirtschaftsbetrieb?" Mit diesen Worten konterte heute, Donnerstag, ÖVP-Abg. Jakob Auer in seinem Debattenbeitrag zum Agrarbudget so mancher oppositioneller Kritik. ****

Die Landwirtschaft investiert sechs Milliarden Euro und hat Anteil an einem Bauvolumen von acht Prozent. Laut Wifo-Studie sichert die Landwirtschaft 440.000 Arbeitsplätze. "Auch das sollte man bei den kritischen Betrachtungen der Agrarförderungen einmal berücksichtigen", so Auer.

Dennoch warnt der ÖVP-Abgeordnete vor dramatischen Entwicklungen im ländlichen Raum: So etwa haben in Oberösterreich 65 von 454 Gemeinden kein Lebensmittelgeschäft mehr. In 176 Gemeinden gibt es keine Tankstelle und in 105 Gemeinden keinen praktischen Arzt. 82 Gemeinden haben keine Veranstaltungsmöglichkeiten. "Hier müssen wir weiter für Möglichkeiten der Unterstützung suchen", zeigt sich Auer erfreut über die Einigung zum Finanzausgleich und zum Gesundheitspaket. "Entscheidend ist, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht erhalten. Sonst gibt es zuviel Abwanderung."

Den "größten Dank" sprach Auer den bäuerlichen Familien aus, die bereit sind, die Herausforderungen bzw. die Veränderungen anzunehmen bzw. mitzutragen. Eine Bitte erging an Bundesminister Pröll: "In manchen Bereichen - wie etwa der AMA - müssen wir die Bürokratie etwas hinterfragen. Das würde den Bauern die Arbeit wesentlich erleichtern."
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