Mödlhammer: Gemeindebund protestiert schärfstens gegen Postamtsschließungen

Gemeindebund-Präsident schließt Klagen nicht aus

Wien (OTS) - "Es wird mit Sicherheit keine einzige Postamtsschließung geben, ohne dass die Post nachweisen kann, dass der jeweilige Standort über Jahre hinweg nicht kostendeckend war und auch keine Aussicht auf eine wirtschaftliche Führung in den kommenden Jahren besteht", stellte heute, Donnerstag, der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Bgm. Helmut Mödlhammer klar. "Sollte sich die Post nicht an die in der Universaldienstordnung festgeschriebenen Regeln und Pflichten halten, dann wird der Gemeindebund klagen", so Mödlhammer.

Mödlhammer reagierte damit auf die neu entflammte Diskussion über Postamtsschließungen. "Der Gemeindebund wird als Vertreter der kleineren Gemeinden härtesten Widerstand gegen die Pläne der Post, wonach 400 der 1.640 Postämter im kommenden Jahr geschlossen werden sollen, leisten", kündigte Mödlhammer an. Erst vor wenigen Tagen hatte der Kärntner Gemeindebund eine diesbezügliche Resolution verabschiedet und eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen.

Mödlhammer hatte gestern, Mittwoch, in einem Gespräch mit Post-Vorstandsdirektor Herbert Götz, die Position der österreichischen Gemeinden deponiert. "Ich habe ihm klipp und klar gesagt, dass die Pläne der Post in dieser Art und Weise sicher nicht realisiert werden", so Mödlhammer. "Wir verlangen, dass bei gefährdeten Postämtern der jeweils zuständige Bürgermeister zwingend in die Gespräche und Überlegungen der Post eingebunden wird und Alternativen zum Zusperren vorgelegt werden", so der Gemeindebundpräsident. "Bevor man über Schließungen nachdenkt, sollte man über alternative Möglichkeiten, die ein Postamt aufwerten nachdenken. Es wäre zu überlegen, welche Dienste und Services von Postämtern zusätzlich angeboten werden können, damit das Amt auf Dauert wirtschaftlich sinnvoll geführt werden kann."

"Ich kann der Österreichischen Post also nur dringend empfehlen, die Universaldienstordnung ernst zu nehmen und einzuhalten. Ansonsten wird der Österreichische Gemeindebund den Klagsweg beschreiten", so Mödlhammer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gemeindebund
Daniel Kosak (Pressesprecher)
Tel.: +43 1 512 14 80 - 18
Mobil: 0676 / 53 09 362
Mail: daniel.kosak@gemeindebund.gv.at
www.gemeindebund.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGB0001