PRINZ: LANDWIRTE SIND WEDER ABZOCKER NOCH ALMOSENEMPFÄNGER!

Wien, 11. November 2004 (ÖVP-PK) Landwirte sind weder Abzocker noch Almosenempfänger! Die Ausgleichszahlungen für die bäuerlichen Familienbetriebe dienen in erster Linie der Entwicklung und Förderung des ländlichen Raumes. Mit dem Agrarbudget, das heute im Plenum des Nationalrates diskutiert wird, sind die notwendigen Förderungen und Ausgleichszahlungen der ländlichen Entwicklung auch für die Zukunft gesichert, warnte heute, Donnerstag, der ÖVP-Abgeordnete Nikolaus Prinz davor, mit massiven Umschichtungen oder gar einem Ausräumen von Töpfen, diese finanzielle Unterstützung zu gefährden. Für Prinz geht es auch darum, alle EU-Mittel voll auszuschöpfen. ****

Mit den Ausgleichszahlungen werden nicht nur die bäuerlichen Familien unterstützt, sondern auch der ländliche Raum in exponierten Lagen als Wirtschafts- und Erholungsraum gesichert. Der Lebensraum "Natur" soll in seiner Gesamtheit auch weiterhin etwa der Naherholung und dem Fremdenverkehr dienen. "Wir alle wollen, dass auch jene Gebiete, die schwer zugänglich sind, erhalten bleiben. Wenn es aber konkret wird und man sich zu Entscheidungen, die für die Betroffenen auch ‚zwischen Daumen und Zeigefinger’ spürbar sind, bekennen sollte, verlässt die linke Hälfte in diesem Haus die Bereitschaft, ihren Forderungen auch Taten folgen zu lassen", erläuterte Prinz.

Wenn es für die ländliche Bevölkerung nicht mehr möglich ist, einigermaßen vernünftige Einkommen zu erwirtschaften, ist sie gezwungen, neue Wege zu suchen, das heißt im Regelfall Abwanderung. "Welche Auswirkungen solche Abwanderungswellen z.B. der 50-er und 60-er Jahre haben, kann ich Ihnen gerne an Beispielen im Mühlviertel und Waldviertel zeigen, wo in diesem Zeitraum als Folge von Abwanderung viele Flächen aufgeforstet wurden", warnte Prinz. Dennoch werde, so der ÖVP-Abgeordnete, die Diskussion über Ausgleichzahlungen für landwirtschaftliche Betriebe nicht abreißen. "Ich sage Ihnen: Wir von der Volkspartei, wir vom Bauernbund, werden uns mit voller Kraft dafür einsetzen, dass diese Betriebe auch weiterhin bestehen können. Und die Einkommenssituation der bäuerlichen Familien ist wahrlich nicht so rosig, dass man hier von unnötigen Ausgaben sprechen könnte."
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