Junge WissenschafterInnen von Umweltschutzabteilung ausgezeichnet

Preisverleihung mit hochrangigen Gästen im Mediatower Wien

Wien (OTS) - Wie jedes Jahr wurden auch heuer wieder junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus ganz Österreich von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) mit dem "Förderpreis für wissenschaftliche Arbeiten" ausgezeichnet. Die Preisverleihungen über den Dächern Wiens im Mediatower erfolgten durch Umweltstadträtin Ulli Sima und Gerald Kroneder, Stv. Leiter der Wiener Umweltschutzabteilung.

"Ich freue mich sehr über die eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten, ein Beleg dafür, dass es gerade auch im ökologischen Bereich zahlreiche Nachwuchshoffnungen unter den jungen WissenschafterInnen gibt", so Umweltstadträtin Ulli Sima. "Mit der jährlichen Vergabe des Förderpreises verfolgt die MA 22 zwei Ziele:
einerseits den Ausbau der Kommunikation mit der wissenschaftlichen Community, andererseits soll damit das Potenzial junger WissenschafterInnen genutzt und gefördert werden", so Gerald Kroneder.

29 Einreichungen wissenschaftlicher Arbeiten

Insgesamt gab es dieses Jahr 29 Einreichungen in Form von Dissertationen und Diplomarbeiten aus ganz Österreich. 14 davon wurden von einer Fachjury für die Prämierung ausgewählt. Die jungen WissenschafterInnen erhielten als Preis jeweils 500 Euro und eine offizielle Anerkennung der Stadt Wien in Form einer Urkunde.

Die thematische Bandbreite der prämierten Arbeiten war auch heuer wieder groß: So beschäftigte sich eine ausgezeichnete Arbeit mit dem ökologischen Zustand der Wienerwaldbäche. Dieser wurde mittels Auftreten verschiedenster Fliegenarten als Indikator gemessen. Das beruhigende Ergebnis: Den Bächen geht es ausgezeichnet.

Eine weitere prämierte Diplomarbeit nimmt den Einsatz von Schotterrasen bei der Oberflächengestaltung unter die Lupe. Die Diplomandin weist nach, dass sich diese Bauweise hervorragend dafür eignet, um Parkplätze, Innenhöfe oder Zufahrten zu gestalten, ohne den Boden zu versiegeln. Bei dieser Bauweise ist die wasserdurchlässige Schotterfläche mit einer Mischung aus Gräsern und Kräutern bewachsen. Die Fläche wirkt optisch wie ein Rasen und kann dennoch befahren werden. Diese Methode ist ein flächenschonender Weg der Oberflächengestaltung, der im Sinne des Boden- und Gewässerschutzes und der Artenvielfalt für Wien besonders attraktiv sein könnte.

Nachhaltigkeitsexperte Friedrich Schmidt-Bleek als Ehrengast

Als besonderen Ehrengast für die Veranstaltung konnte die Wiener Umweltschutzabteilung den renommierten Nachhaltigkeitsexperten Prof. Dr. Friedrich Schmidt-Bleek gewinnen, der am Vormittag an der Tagung des internationalen "Faktor 10 Clubs" in Wien teilgenommen hatte. Gemeinsam mit Schmidt-Bleek waren auch mehrere Mitglieder des Clubs zur Preisverleihung in den Mediatower gekommen.

Schmidt-Bleek entwickelte Anfang/Mitte der neunziger Jahre mit seinem Team das Prinzip Faktor 10 und ist derzeit Präsident des "Faktor 10 Institute" in Frankreich. 2001 wurde er gemeinsam mit Ernst-Ulrich von Weizsäcker mit dem "Takeda World Environmental Award" ausgezeichnet.

Schmidt-Bleek gratulierte den jungen Nachwuchs-WissenschafterInnen und betonte den hohen Stellenwert der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Verwaltung bei Fragen zur nachhaltigen Entwicklung. Schmidt-Bleek wird auch beim "Tag der Abfallbeauftragten" der Wiener Umweltschutzabteilung am 11. Nov. um 9 Uhr im Wiener Rathaus (Wappensaal) einen Gastvortrag halten.

Unter den Gratulanten fanden sich auch Prof. Ludwig Maurer, Leiter des Ludwig Bolzmann-Institutes für biologischem Landbau und Ökologie, und Univ. Prof. Hubert Dürrstein, Rektor der Universität für Bodenkultur in Wien, ein. Dieser freute sich über das hohe wissenschaftliche Nachwuchs-Potenzial an seiner Universität: Denn viele der ausgezeichneten Wissenschafterinnen und Wissenschafter sind AbsolventInnen der Universität für Bodenkultur.

Preise für innovative Ideen zur Abfallvermeidung für MitarbeiterInnen der Stadt Wien

Ein weiterer Programmpunkt des Abends war die Präsentation und Auszeichnung der GewinnerInnen eines Stadt Wien-internen Ideenwettbewerbs des Projekts "Initiative Abfallvermeidung in Wien."

Mit dem Projekt "Initiative Abfallvermeidung" hat die Stadt Wien dem Problem des ansteigenden Restmülls schon seit längerem den Kampf angesagt. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs, der im Frühjahr ausgeschrieben wurde, waren alle MitarbeiterInnen der Stadt Wien aufgerufen, ihre Ideen, wie Abfall im Alltag vermindert werden kann, einzureichen. Selbst die Initiatoren des Wettbewerbs waren vom großen Echo beeindruckt: Über 140 Ideen langten bei der Jury ein. Die 10 besten Ideen wurden prämiert und haben gute Chancen, in Form von Pilotprojekten in die Tat umgesetzt zu werden.

Für die GewinnerInnen gab es Preise in Form eines Thermenaufenthalts bis zu interessanten Büchern. Zu den prämierten Ideen gehören z. B. Vorschläge, wie unnötiger Papierverbrauch beim Ausdrucken vermieden werden kann, oder wie verhindert werden kann, dass Werbematerialien bei leerstehenden Wohnungen verteilt werden.

Weiterführende Links:

o http://www.abfallvermeidungwien.at/ o http://www.umwelt.wien.at/

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) red

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