AK zu VA Tech: Regierung muss ÖIAG zurück pfeifen

Graz (OTS) - "Wenn dieser Regierung noch irgend etwas an einer Industriepolitik liegt, muss sie die Chaos-Partie in der ÖIAG sofort zurück pfeifen", fordert der steirische AK-Präsident Walter Rotschädl im Hinblick auf die Absicht, die restlichen ÖIAG-Anteile an der VA Tech an Siemens zu verkaufen. Rotschädl bezeichnet es als "Gebot der Stunde", dass die ÖIAG ihren 15-Prozent-Anteil behält und eine breite Mitarbeiterbeteiligung unterstützt wird.

Die neuerliche Kehrtwendung der ÖIAG ist für den AK-Präsidenten der Höhepunkt eines Zick-Zack-Kurses bei der VA Tech. Noch im Vorjahr wurden Anteile an den damals als "österreichischer Kernaktionär" gefeierten Mirko Kovats buchstäblich verschleudert, kritisiert Rotschädl: "Damit hat das ganze Chaos erst angefangen." Der erste Übernahmeversuch durch Siemens im September sei sowohl von der ÖIAG als auch von Regierungsvertretern im Parlament als "feindlich" zurück gewiesen worden: "Keine zwei Monate später gilt das alles nicht mehr und die ÖIAG pokert nur noch um den Preis."

Die Begründung der ÖIAG für diese Kehrtwendung, nämlich dass jetzt keine Aufteilung des Konzerns vorgesehen sei, bezeichnet Rotschädl als fadenscheinig: "Damals wie heute gilt die Hauptsorge der Belegschaft am Standort Weiz der Tatsache, dass mit General Electric ein Siemens-Konkurrent größter Kunde ist."

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