Prophylaxe für gesunde Babys tut Not

Information für Frauen über Wichtigkeit der Folsäure

Bregenz (VLK) - Der Mangel an Folsäure, ein Bestandteil des Vitamin-B-Komplexes, in der Schwangerschaft ist häufig die Ursache, dass Kinder mit "offenem Rückenmark" zur Welt kommen. Bisher aber ist die Wirkung der Folsäure in der Bevölkerung viel zu wenig bekannt. Gesundheitsreferent Landesstatthalter Hans-Peter Bischof und die Ärzteschaft sind sich daher einig: Breite Aufklärung tut not. Gemeinsam mit Primar Prof. Peter Schwärzler (LKH Feldkirch) und Primar Hans Concin (LKH Bregenz) sowie dem Frauenarzt Christian Voller informierte Bischof heute, Mittwoch, im Landhaus über die geplanten weiteren Schritte. Über den sozialpolitischen Ausschuss ist das Thema bereits in den Landtag eingebracht worden. Insbesondere will Vorarlberg den Bund auf eine möglichst rasche Umsetzung des Mutter-Kind-Passes neu drängen und eine bundesweite Informationskampagne anregen.

Weltweit werden jährlich 300.000 bis 400.000 Kinder mit offenem Rückenmark geboren, in Österreich 70 bis 80. In Vorarlberg waren es in den letzten zwölf Monaten vier Neugeborene. Folsäure ist in verschiedenen Gemüse- und Obstsorten enthalten. Da es aber wasserlöslich und nicht hitzebeständig ist, empfehlen Gynäkologen die Einnahme in Tablettenform.

Professor Schwärzler verwies auf amerikanische Studien, die nachgewiesen haben, dass die Einnahme von Folsäure einen direkten Einfluss auf die Häufigkeit der Fehlbildung bei Neugeborenen hat und dass diese Zahl um 60 bis 75 Prozent reduziert werden kann.

Verschiedene Staaten haben darauf schon reagiert. In den USA sind Bäcker und Cornflakes-Hersteller verpflichtet, ihren Produkten Folsäure beizumengen. Und in England hat die Regierung eine 50 Millionen Pfund teure Kampagne gestartet, mit der die Folsäure-Einnahme ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden soll. (gw)

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