LR Schwärzler: Zivildienst aliquot kürzen

Klarheit in der Lebensplanung und Qualität der Dienste sichern

Bregenz (VLK) - Landesrat Erich Schwärzler als Vertreter Vorarlbergs in der Zivildienstreformkommission stellt zu
den laufenden Beratungen der Zivildienstreformkommission
über die Zukunft des Zivildienstes fest, "dass es für die
Zeit bis zur Umsetzung der Bundesheerreform 2010 eine
konkrete Regelung im Bereich des Zivildienstes geben muss,
die den jungen Menschen Klarheit in ihrer Lebensplanung und
den Zivildiensteinrichtungen die erforderliche Qualität
sichert." Hierbei soll die Zivildienstzeit aliquot wie der Präsenzdienst beim Bundesheer auf etwa neun Monate gekürzt
werden. ****

Schwärzler: "Die Zivildiensteinrichtungen im Lande
halten eine Zivildienstzeit von etwa neun Monaten für unverzichtbar, da das Einsatzgebiet der
Zivildienstleistenden eine qualifizierte Ausbildung, eine
gute Einarbeitung und den Aufbau eines
Vertrauensverhältnisses zu den betreuten Mitmenschen
erfordert, was in kürzerer Zeit nicht erreicht werden
kann."

Und Schwärzler weiter: "Da es sich hierbei um die
Hilfeleistung für bedürftige Menschen handelt, muss die Kontinuität sowie die Qualität der Dienstleistung im
Vordergrund stehen. Natürlich ist auch die Finanzierbarkeit
für die Zivildiensteinrichtungen zu wahren. Es liegt
darüberhinaus auch im Interesse der Zivildienstleistenden,
dass die Zivildiensteinrichtungen bereit sind, die
verfügbaren Zivildienstplätze zu besetzen. Ein Sechs-
Monatdienst hätte einen unverhältnismäßig hohen Aufwand an Ausbildung und Anlernzeit im Vergleich zum Nutzen in der Gesamtdienstzeit zur Folge. Die Konsequenz wäre, dass die Organisationen die Arbeit zum Teil mit anderen
Arbeitskräften erledigen müssen, was zur Reduktion der Zivildienstplätze führt." Dies könne nicht das Ziel der Zivildienstreform sein, betont der Landesrat.

In Vorarlberg sind derzeit 92 Zivildiensteinrichtungen
mit insgesamt 555 Zivildienstplätzen anerkannt. "Im Jahr
2004 wurden diesen Einrichtungen 458 Zivildienstpflichtige zugewiesen", so Landesrat Schwärzler.
(ad/ug,nvl)

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