MIEDL REGT RUNDEN TISCH ZUR WINTERREIFENANWENDUNG MIT 1.11. JEDEN JAHRES AN

ÖVP-Verkehrssprecher: Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern

Wien, 10. November 2004 (ÖVP-PK) Die Erhöhung der Verkehrssicherheit ist ein Schwerpunkt der ÖVP in der Verkehrspolitik. Mehr als 900 Menschen sterben jährlich auf Österreichs Straßen. Das bedeutet, dass damit etwa ein mittleres österreichisches Dorf jährlich ausgerottet wird. Das derzeit in Begutachtung befindliche Führerscheinvormerksystem als Regierungsvorlage ist erstmals eine durchdachte Konzeption, wie den Hochrisikolenkern das Verkehrsrowdytum unleidlich gemacht werde. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Werner Miedl anlässlich der Budgetdebatte zum Thema Verkehr. Zur Senkung der Verkehrsunfälle sei rasches Handeln notwendig, so Miedl, der sich auch eine konstruktive Mitarbeit der Opposition in diesem Bereich erhofft. Hauptunfallursachen seien nach wie vor Alkohol und Schnellfahren. Viele schwere Unfälle könnten zudem vermieden werden, wenn sich die Insassen anschnallen würden. Der ÖVP-Verkehrssprecher regte zudem einen "runden Tisch" des Verkehrsministeriums zur Winterreifenanwendung an. ****

"Ich persönlich glaube, dass man das jährliche Chaos beim ersten Schneefall durch klare Regelungen verhindern könnte." Diskutiert werden sollte eine verpflichtende Ausstattung von Autos mit Winterreifen mit 1. November jeden Jahres. "Damit könnten viele Unfälle vermieden werden", ist der ÖVP-Abgeordnete überzeugt.

ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL ATTRAKTIVER MACHEN

Miedl ging zudem auf den öffentlichen Verkehr ein und hob die rund 1.400 Millionen Euro für den öffentlichen Personennah- und Regionalverkehr hervor, die jeden Österreicher und jede Österreicherin mit rund 290 Euro jährlich belasten, egal, ob er/sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt oder nicht. Öffentliche Verkehrsmittel sind trotz allem - vor allem im städtischen Bereich -unverzichtbar. Der Verkehrssprecher regte weitere Schritte an, damit Pendler und andere Arbeitnehmer das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel vermehrt nutzen. Notwendig seien in diesem Zusammenhang dichtere Intervalle und schnellere Fahrzeiten, so der Abgeordnete. Gleichzeitig ortet Miedl einen "enorm hohen Aufholbedarf" in den Ballungszentren außerhalb Wiens: "In Wien ist man mit öffentlichen Verkehrsmitteln relativ gut versorgt. Ich würde mir aber wünschen, dass die Grazer, Linzer, Salzburger und Innsbrucker über gleich viele öffentliche Verkehrskilometer verfügen dürfen wie die Wiener."

Zur Situation der von der Opposition "aufgeblasenen" Postämterschließung hielt Miedl fest, dass der Versorgungsauftrag gewährt werden muss und die Post alles daran setzen müsse, dass jede Österreicherin und jeder Österreicher seine Briefe oder Paketsendungen erhalte. "Die Post ist ein Dienstleistungsbetrieb und ist auf dem besten Wege, ihre perfekte Arbeit in perfekten Strukturen fortzusetzen. Die Politik sollte nicht in erfolgreiche Managementtätigkeiten eingreifen", so Miedl abschließend zur Opposition.
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