Moser zu VA Tech: Bazarpolitik geht weiter

Wien (SK) Eine neue "Hochblüte im von der Regierung
geschaffenen Chaos rund um die VA Tech" sei die jüngst getroffene und alsbald dementierte Aussage des ÖIAG-Vorstandsmitglieds Michaelis, einen höheren Preis als die angebotenen 55 Euro pro Aktie für die VA Tech zu bekommen, sagte SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Für Moser sei das eine "Bazarpolitik anstatt einer effizienten Industriepolitik". ****

Michaelis gehe es offensichtlich darum, als Trittbrettfahrer die Verluste wettzumachen, die die ÖIAG im Vorjahr gebaut hatte, als sie im "legendären Vier-Sekundendeal" neun Prozent der VA Tech um 24,6 Euro pro Aktie verschleudert hatte. Gemessen an dem nun gebotenen Kurs habe die ÖIAG durch diesen Deal 40 Millionen Euro verloren. Die im ÖIAG-Gesetz festgelegten industriepolitischen Ziele, wie die Sicherheit der Standorte, die Sicherheit der Unternehmenszentralen, die Sicherung der österreichischen Interessen und die Sicherung des österreichischen Kapitalmarktes gelten inzwischen nichts mehr.

Zuerst sei der finanzielle Schaden gewesen, so Moser, nun komme auch ein Vertrauensverlust hinzu, nachdem Aussagen von Kanzler Schüssel, Finanzminister Grasser vom Siemens-Boss Hochleitner, dem ÖIAG-Vorstand Michaelis und dem Industriellen Kovats nichts gelten. Denn die strategische Situation der VA Tech sei vollkommen ident mit der Situation vor zwei Monaten, als eine Übernahme durch Siemens von der Regierung als feindlich betrachtet wurde und Hochleitner jedes weitere Interesse an der VA Tech verneinte.

"Die SPÖ fordert Schüssel und Grasser auf, ihre Versprechen vor zwei Monaten zu halten, dass die ÖIAG an der VA Tech weiter beteiligt bleibt und dass sie die Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmen unterstützen", schloss Moser. (Schluss) ns

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