Wirtschaftsbund: Langjährige Forderung zur Belebung der Ortszentren auf Schiene BILD

Leitl: "Maßnahme gegen die 'faulen Zähne’ der Ortzentren und Einkaufsstraßen"

Wien (OTS) - Der Wirtschaftsbund hat einen wichtigen Etappenerfolg erzielt, teilten heute, Mittwoch, Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl und Generalsekretär Karlheinz Kopf in einer Pressekonferenz mit. Nach jahrelangen Bemühungen des Wirtschaftsbundes hat der gestrige Ministerrat beschlossen, dass künftig die Vermietung beziehungsweise Verpachtung von Geschäftslokalen sofort und ohne 5-Jahres-Frist sowie ohne steuerliche Nachteile erfolgen kann. Bisher musste, wer seinen Betrieb aufgab und vermietete, die stillen Reserven voll versteuern. Mit bis zu 50 Prozent. Erst nach 5 Jahren entfiel diese Steuerpflicht. Das Resultat dieser Regelung:
heruntergelassene Rollbalken.

Die bisherige 5-Jahres-Frist bewirkte, dass viele Unternehmer Betriebe 5 Jahre leer stehen ließen, um der hohen Besteuerung zu entgehen. Das war einer der Gründe für die Verödung der Ortskerne. Künftig können, so Leitl, in den Gemeinden und Städten neue Betriebe entstehen, welche die Orts- und Stadtzentren wiederbeleben.

"Die geplante Neuregelung ist eine große Chance im Kampf gegen die 'faulen Zähne’ unserer Gemeinden und Städte", meint heute der Wirtschaftsbund-Präsident. Damit würde man beim Thema Betriebsübergaben und -übernahmen wieder ein schönes Stück vorwärts kommen. In den letzten Jahren wären nämlich schon einige Verbesserungen gelungen. So gebe es einen 365.000 Euro Freibetrag bei der Übertragung von Betriebsvermögen für Erbschaft- und Schenkungssteuer, einen 7.700 Euro Nachfolgebonus sowie die Ausweitung des Neugründungsförderungsgesetzes auf Betriebsübertragungen.

Dass funktionierende Übergaben von Betrieben gerade für die regionale Entwicklung eine zentrale Rolle spielen, zeigen die Zahlen und Fakten: in den nächsten Jahren stehen über 55.000 mittelständische Unternehmen zur Übergabe an, die insgesamt fast 500.000 Arbeitsplätze anbieten.

Nicht nachlassen will der Wirtschaftsbund im übrigen beim Thema "interkommunaler Finanzausgleich". Hier möchte der Wirtschaftsbund ja bekanntlich einen Fonds schaffen, in welchen Teile der aus Einkaufszentren lukrierten Abgaben wandern, um Maßnahmen zur Stärkung der mittelständischen Wirtschaft in den Regionen zu unterstützen. Angesiedelt werden sollte dieser "interkommunale Finanzausgleich" in den Bundesländern. Diese seien jetzt gefordert diesbezügliche Schritte einzuleiten, so Leitl.

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