Schasching: Sport ist "Lichtblick im Budgetdunkel"

Wien (SK) Mit der Erhöhung der Sportförderungsmittel des
Bundes im Rahmen des diesjährigen Budgets wurde eine zentrale Forderung der SPÖ endlich umgesetzt. Für die Vorsitzende des parlamentarischen Sportausschusses, SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching, die sich in den letzten Jahren und Monaten massiv für die Erhöhung der Sportfördermittel eingesetzt hat, ein Teilerfolg. "Wir haben seit 2001 wiederholt eine Erhöhung der Bundessportfördermittel gefordert. Die Regierung reagiert damit zwar mindestens zwei Jahre zu spät, im Sinne des österreichischen Sports muss man aber sagen: besser spät als nie", sagte Schasching am Mittwoch im Nationalrat. Für die Abgeordnete besonders wichtig: Die Deckelung der von den Österreichischen Lotterien an den Sport auszuschüttenden Mittel von drei Prozent ist endlich gefallen. ****

Zuletzt hatte die SPÖ im Juni einen Antrag eingebracht, der die Erhöhung der Mittel auf fünf Prozent des Umsatzes und eine Streichung der Deckelung vorgesehen hatte. Während der Finanzminister zunächst jegliche Erhöhung abgelehnt hatte, konnte im gemeinsamen Einsatz des organisierten Vereinssports in zahlreichen Gesprächen ein Kompromiss erzielt werden. "Wir haben eine Lösung gefunden, die zwar noch um einiges von dem entfernt ist, was ich mir für den österreichischen Sport gewünscht hätte, auf der sich aber aufbauen lässt. Auch wenn ich als SPÖ-Politikerin mit dem Budget im Ganzen alles andere als zufrieden bin, war es mir wichtig in diesem Teilbereich einen Konsens herzustellen, und das ist uns gelungen", so Schasching.

"Nun geht es aber auch daran festzustellen, wohin die Mehreinnahmen des Sports fließen sollen", so die ASKÖ-Wien Präsidentin Schasching. SportlerInnen brauchen, um Erfolge leisten zu können, ein optimales Umfeld. Verein, TrainerInnen und die dazugehörigen Sportstätten bilden die Voraussetzung für den Breiten- sowie auch für den Spitzensport. Wie wichtig die Investition in die Erhaltung und den Bau von Sportstätten ist, zeigen zwei aktuelle Beispiele: Der österreichische Schwimmsport erlebt, nicht zuletzt aufgrund der heimischen Erfolge bei den Olympischen Spielen in Athen, einen unglaublichen Aufschwung. Trotzdem gibt es in Österreich nur drei wettkampfähige 50m-Sportbecken. Auch Judo, mit dem Sportidol Claudia Heill, freut sich über mehr und mehr NachwuchssportlerInnen, kämpft aber gleichzeitig mit dem Mangel an passenden Trainingshallen.

Diese Probleme seien seit Jahren bekannt: Viele Vereine sind auf die Turnhallen von Schulen angewiesen. Trainiert kann dann jedoch nur außerhalb des Unterrichts werden. An Wochenenden und während der Ferienzeiten stellt die Benützung oftmals ein großes Problem dar. "Auch kleine Vereine, die die eigentlichen Träger des österreichischen Sports sind, müssen ausreichend Zugang zu geeigneten Sportstätten haben", forderte Schasching. "Oftmals ist es nicht so sehr eine Frage des Geldes, sondern vielmehr des Willens und der Kooperation verschiedener Partner. Diese Missstände müssen zugunsten des Sports in Österreichs so schnell wie möglich beseitigt werden!"

Die Erfolge für die Finanzierung des Sports sieht Schasching nur als kleinen positiven Mosaikstein in einer ansonsten eher düsteren Entwicklung der österreichischen Budgetpolitik: "Die Regierung hat leider ihren Kurs fortgesetzt und die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden: Während auf Kosten der sozial Schwachen gespart wird, hat sich der Mythos vom Nulldefizit zum größten Defizit seit 1996 gewandelt. So gesehen ist der Sport leider nur ein kleines Licht im Budgetdunkel", so die SPÖ-Abgeordnete abschließend. (Schluss) wf/mm/ws

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