VP-Beamtenchef warnt Schüssel: "Werden nicht in die Knie gehen"

Neugebauer: Pensionsharmonisierung könnte an parlamentarischer Ablehnung der 15 ÖVP-Beamten scheitern

Wien (OTS) - Starke Worte vor dem finalen Verhandlungspoker um die Pensionsharmonisierung kommen von Beamtenchef Fritz Neugebauer: "Es darf sich niemand täuschen lassen, dass wir unter dem herrschenden Zeitdruck in die Knie gehen werden. Das wird’s nicht spielen", stellte der gewichtige Vorsitzende der Beamtengewerkschaft GÖD, gleichzeitig Obmann der VP-Arbeitnehmervertretung ÖAAB, im NEWS-Interview klar. Und Neugebauer droht auch mit einer Ablehnung der insgesamt 15 ÖVP-Beamten bei der für nächsten Donnerstag geplanten Abstimmung im Parlament: "Das werden wir zu gegebener Zeit entscheiden. Aber aus heutiger Sicht können wir dem Regierungsentwurf nicht zustimmen."

Neugebauer räumte gleichzeitig ein, jederzeit zu weiteren Verhandlungen mit der Regierung bereit zu stehen: "Ich bin immer Optimist, dass noch ein gutes Verhandlungsergebnis zustande kommt." Allerdings müsste die Regierung in den kommenden Tagen zu einigen Zugeständnissen bereit sein. Neugebauer: "Wir verlangen nichts Ungebührliches. Wir wollen nur, dass auch für uns alle Parameter des Versicherungsprinzips gelten - etwa ein Abfertigungs-Äquivalent oder die sofortige Einführung der Höchstbeitragsgrundlage." Das seien unverrückbare Bedingungen für die Beamten, ergänzt Neugebauer: "Wenn die öffentlich Bediensteten in ein neues System hinein sollen, müssen für sie auch alle neuen Spielregeln gelten." Nachsatz: "Sonst kann man eben nicht mitspielen."

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